CAA-Mitgliederversammlung
Engagierte Diskussion zur Makroregion Alpen und ein neuer Präsident
Ein großer Teil der diesjährigen Mitliederversammlung des Club Arc Alpin, die am 10. September auf Einladung des CAI in Bergamo stattfand, stand im Zeichen einer ausführlichen Diskussion über das Thema „Makroregionale Alpenstrategie“. Eine solche Strategie soll im Zuge der europäischen Kohäsionspolitik möglicherweise – analog zu den bestehenden Strategien für das Baltikum und den Donauraum – entwickelt werden, auch die Gremien der Alpenkonvention setzen sich seit 2010 damit auseinander. In Anwesenheit des Generalsekretärs der Alpenkonvention, Marco Onida, diskutierten die Präsidenten und sonstigen Delegierten der acht CAA-Mitgliedsverbände mögliche Vor- und Nachteile einer solchen Strategie für den Alpenraum und verabschiedeten anschließend eine Position, die sich für eine führende politische Rolle der Alpenkonvention im Prozess der Entwicklung einer solchen Strategie ausspricht. Außerdem plädiert der CAA dafür, dass sich eine mögliche Makroregion Alpen auf das Territorium der Alpenkonvention beschränken sollte, da bei einem wesentlich größeren Territorium der Gebirgsraum an Priorität verlieren würde. Außerdem sollten die Alpenkonvention bzw. ihre Protokolle auch die wesentlichen Inhalte einer Alpenstrategie entscheidend bestimmen.
Weiterhin wurden von der Mitgliederversammlung gemeinsame Regeln der CAA-Verbände für die Sicherheit auf Klettersteigen verabschiedet und der Zwischenstand des Projekts „Energieeffizienz im Hüttenwesen“ präsentiert. Im Rahmen dieses Projekts wird eine Matrix entwickelt, mit deren Hilfe die Verbände überprüfen können, ob ein Um- oder Neubau einer Hütte tatsächlich energieeffizient ist.
Am Schluss der Versammlung wurde CAA-Präsident Josef Klenner wegen der Doppelbelastung durch sein Amt als DAV-Präsident verabschiedet. Er war seit 2004 Präsident des CAA, hat aber schon in den 1990er Jahren, als der Vorsitz noch alle zwei Jahre wechselte, dem CAA vorgestanden und die Anfänge und den Aufbau des CAA mitgeprägt. Als DAV-Präsident wird er auch in Zukunft dem CAA verbunden bleiben.
Zu seinem Nachfolger wählte die Mitgliederversammlung Klaus-Jürgen Gran, passionierter Bergsteiger und Rechtsanwalt aus Osnabrück, der sich bereits seit den 1970er Jahren in zahlreichen ehrenamtlichen Funktionen im DAV engagiert und sich nun auch international für die Interessen der Bergsportverbände einsetzen möchte. Text: Veronika Schulz
Bilder:
- Die Delegierten der 8 Mitgliedsverbände im CAA
- Vizepräsident Danilo Skerbinek (rechts) bedankt sich bei Josef Klenner für seinen jahrelangen Einsatz um die Belange des CAA.












