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Warum Matsch so besonders ist

Warum Matsch so besonders ist
 
 
06.07.2017 -
Bald ist es soweit! Matsch tritt am 23. Juli beim Matscher Dorffest dem Netzwerk der Bergsteigerdörfer bei. Das Matscher Tal ist von großen technischen Erschließungen verschont geblieben, zeichnet sich durch eine hohe Ortsbild- und Landschaftsqualität aus und ist umgeben von 25 Dreitausendern. Auf den Wanderungen lassen sich viele Besonderheiten erkunden, darunter Waalwege, artenreiche Trockenrasen und letzte Zeugen der gefürchteten Matscher Raubritter.

Matsch im Obervinschgau ist das erste Bergsteigerdorf in Südtirol. Das Dorf liegt, umgeben von den Bergen der Ötztaler Alpen, im Matscher Tal. Am 23. Juli gliedert sich Matsch in den Kreis der für den Alpenraum authentisch und intakt gebliebenen Bergsteigerdörfer ein. Der AVS, Träger der Initiative, stärkt mit dem Projekt „Bergsteigerdörfer“ den nachhaltigen und umweltverträglichen Tourismus in Südtirol. Das Bergsteigerdorf Matsch spricht Gäste an, die bei einem vielfältigen Bergsportangebot die Naturschönheiten genießen möchten und die Entschleunigung suchen.

Das neue Bergsteigerdorf Matsch ist ein klassisches Wander- und Hochtourengebiet. Zwei Etappen des Vinschger Höhenweges verlaufen durch das Matscher Tal. Für Familien sind die Almen- und Höfewanderungen sowie die Waalwege erlebnisreich. Im Winter bietet das Matscher Tal sowohl kurze Skitouren, als auch sehr viele lange, lohnenswerte und noch ruhige Aufstiege und Abfahrten.

In Matsch lassen sich eine Vielzahl von Besonderheiten erkunden:

  • Naturschönheiten und Almwirtschaft
Das Matscher Tal ist dank seiner südwestlichen Lage ein wahres Sonnental. Es bereichert das Netzwerk Bergsteigerdörfer mit regionalen Besonderheiten wie beispielsweise den Waalen, den traditionellen Bewässerungssystemen im Vinschgau. Daran lässt sich erkennen, wie trocken die Südseite der Ötztaler Alpen ist. Das dafür notwenige Wasser liefern die Gletscherbäche aus dem hinteren Tal. In Matsch lässt sich der „Ackerwaal“ von einem bequem begehbaren Waalweg ausgehend vom Dorf erkunden.

Auf engem Raum findet sich im Matscher Tal von 1.000 bis 3.700 Metern Höhe ein vielfältiges Mosaik an Lebensräumen. Herausragend durch ihre Artenvielfalt sind die von den extremen Bedingungen an den Sonnenhängen geprägten Trockenrasen. Weitere Naturschönheiten sind der Matscherjochsee auf 3.188 Metern und die Saldurseen, das höchste Seenplateau Südtirols.

Die Almwirtschaft hat die Landschaft des Matscher Tals stark geprägt. Auf den Gemeinschaftsalmen wird die Milch traditionell zu Käse und Butter verarbeitet. Von der Gondaalm oberhalb des Dorfes auf ca. 2.000 Metern führt sogar eine Milchleitung direkt in die Sennerei im Dorfkern. Auch eine Biokäserei ist in Matsch anzutreffen.

  • Alpin- und Dorfgeschichte
25 Dreitausender umringen das Tal, allen voran die Weißkugel mit 3.739 Metern – einer der prächtigsten Hochgipfel der Ötztaler Alpen. Bereits um 1900 war das hintere Matscher Tal Ziel für viele Bergtouristen. Die 1945 abgebrannte Höllerhütte wurde 1988 von vielen engagierten Freiwilligen und der AVS-Ortsstelle Matsch als Oberetteshütte wiedererbaut. Das Dorf Matsch auf 1.580 Meter gibt einen wunderbaren Blick auf den gegenüberliegenden Ortler frei. Matsch war im Gegensatz zu den anderen Nebentälern des Vinschgau schon früh besiedelt. Das Ortsbild ist geprägt durch seine sehr kompakte Bauweise. Im Laufe der Jahrhunderte wurde Matsch von Katastrophen wie der Pest, wiederholten Bränden, durch den Ausbruch von Gletscherseen, Dürreperioden oder schweren Unwettern gebeutelt.

  • Matscher Raubritter und Traditionen
Wild wie die Bergwelt ist auch die Vergangenheit des Matschertals, Heimat der sagenumwobenen Matscher Raubritter. Die Vögte von Matsch regierten und richteten ab 1100 auf der Burg Obermatsch auf dem Schlosshügel am Taleingang. Als Stellvertreter des Bischofs von Chur regierten sie über das Tal und darüber hinaus. Der Missbrauch der Vogteirechte, die Ermordung des Abtes von Marienberg sowie blutige Familienfehden machten die Matscher Raubritter legendär.

In Matsch hält man an verschiedenen Bräuchen fest, die meisten haben kirchlichen oder heidnischen Ursprung: zum Beispiel das „Scheibenschlagen“. Jedes Jahr am ersten Fastensonntag steht der ganze Obervinschgau im Bann eines archaischen Brauches der Winteraustreibung. Viereckige oder runde Holzscheiben werden an lange Haselnussgerten gesteckt, im Feuer zum Glühen gebracht, von den Scheibenschlägern – wie von modernen Hammerwerfern – in Schwung gebracht und mit einem kräftigen Abschlag auf dem Boden oder einer Abschlagrampe oft mehrere hundert Meter weit in den Nachthimmel geschleudert. Jeder Scheibe wird ein Spruchgesang mit besten Wünschen für das beginnende Frühjahr hinterhergebrüllt.


Projektpartner in Matsch:
AVS-Ortsstelle Matsch, Gemeinde Mals, Eigenverwaltung B.N.R. Matsch, Abteilung Natur, Landschaft und Raumentwicklung der Autonomen Provinz Bozen, Ferienregion Obervinschgau und Vinschgau Marketing.

Nähere Informationen:
zum Projekt, zu den Kriterien der Bergsteigerdörfer, eine Liste aller Bergsteigerdorf-Partnerbetriebe in Matsch sowie Tourenvorschläge (Teilbereiche für Matsch ab 23.7.) auf der offiziellen Webseite.

Fotos:
-Im Matscher Tal ein vielfältiges Bergsportangebot und Naturschönheiten genießen (Vinschgau Marketing – Frieder Blickle)
-Saldurseen: Beliebtes Wanderziel – die Saldurseen. (Foto: Edwin Heinisch)
-Scheibenschlagen (Foto: Vinschgau Marketing – Frieder Blickle)
-Weißkugel: Die Aussicht von der Weißkugel ist aufgrund ihrer zentralen Lage eine der umfassendsten der ganzen Alpen. (Foto: Klaus Telser)


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Roland Gruber
Sektion Passeier
Was mir am AVS besonders gefällt, ist die Tatsache, dass er einer der wenigen (wenn nicht der einzige) mir bekannte Verein ist, in dem vom Kleinkind bis zum Senior jeder etwas findet, das ihm und seinen Interessen entspricht. Beim letzten Kletterausflug des AVS St. Leonhard haben wir sage und schreibe 4 Generationen gezählt!...
 


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