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Weidetiere: Angriffe auf Wanderer lassen sich fast immer vermeiden

Weidetiere: Angriffe auf Wanderer lassen sich fast immer vermeiden
 
 
08.06.2017 -
Die Alpenvereine geben Tipps zum richtigen Umgang mit Weidetieren.
Die Begegnung mit einer Kuhherde hat gestern in Nordtirol tragisch geendet. Die sonst eher sanftmütigen Tiere hatten die Frau mit Hund auf ihrem Weg angegriffen und tödlich verletzt. Der Österreichische Alpenverein wie auch der Alpenverein Südtirol empfehlen Wanderern, beim Durchqueren von Almweiden einige wichtige Grundregeln zu beachten. Damit kann das Risiko eines Angriffs bedeutend verringert werden.


Distanz halten
Wenn möglich, auf dem Wanderweg bleiben und Abstand zu den Rindern oder auch Pferden bewahren. Versperrt die Herde den Weg, fixiert sie einzelne Wanderer oder zeigt sie sich sehr unruhig, besser einen Umweg machen und in großem Bogen um die Herde herumgehen.

Ruhig verhalten
Neben den Herden keine hektischen Bewegungen machen oder lärmen, nicht wild mit Armen oder Stöcken gestikulieren. Ist die Aufmerksamkeit bereits auf die Wanderer gerichtet, sollten sich diese selbstbewusst (und optimalerweise mit Stock) den Tieren entgegenstellen und sich dann ruhig von der Herde entfernen.

Hunde an die Leine
Hunde können von Weidetieren als Bedrohung wahrgenommen werden. Deshalb zur Sicherheit an die Leine nehmen. Frei lassen sollte man den Hund jedoch, wenn abzusehen ist, dass ein Weidetier angreifen will. Wenn das Weidevieh anfängt, auf den Hund und damit auch den Hundehalter zuzugehen, sollten Wanderer ihren vierbeinigen Liebling unbedingt von der Leine lassen. Der Hund nimmt mit Leichtigkeit Reißaus und sein Besitzer ist damit auch außer Gefahr.

Jungtiere nicht streicheln oder füttern
Die Annäherung von Menschen oder Hunden kann von den Muttertieren möglicherweise als Bedrohung für Kalb oder Fohlen empfunden werden. Deshalb besser von den Jungtieren Abstand nehmen.

Warnsignale ernst nehmen
Alarmsignale sind ein Senken des Kopfes sowie Scharren oder Brüllen bzw. Schnauben. In einem solchen Fall Ruhe bewahren und langsam die Weide verlassen, ohne den Tieren den Rücken zuzukehren.

„Aussperren“ der Weidetiere auf Wanderwegen ist nicht möglich

Zwischenfälle wie diesen in Nordtirol gibt es leider jedes Jahr – meist jedoch zum Glück mit glimpflicherem Ausgang. Als Alpenverein bemühen wir uns um Aufklärung und Bewusstseinsbildung bei den Wanderern. Das richtige Verhalten könnte schließlich einen Großteil der Unfälle verhindern. Die Wanderwege im Weidegebiet zu verlegen, wie es manchmal gefordert wird, lässt sich aber sicherlich nicht verwirklichen. Eine tatsächliche Trennung von Bergwanderern und Weidevieh ist wohl nirgends machbar und auch nicht sinnvoll – die Tiere sind schließlich keine Ungeheuer. Die ersten Wanderwege waren allesamt Alm- und Viehtriebwege, ein Miteinander war immer möglich. Mit „weideviehfreien Zonen“, oder überzogenen Forderungen an die Almbauern würden wir dem Wandertourismus und den Erholungsmöglichkeiten in unserer Kulturlandschaft nur schaden.







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Hans, 39 Jahre
Wenn ich an meine Kinderzeit zurückdenke, habe ich nicht mehr besonders viele Erinnerungen daran, doch an die Veranstaltungen des AVS kann ich mich sehr gut erinnern, daran wie toll es war beim Zelten und Wandern, beim Klettern und beim Hüttenlager. Aus diesem Grund bin ich auch heute noch Mitglied beim AVS...
 


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