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ALPINIST2010-2013 Skihochtourenwoche Berner Oberland

09.04.2011 - 7 Junge Skitourengeher waren vom 4. – 9. April im Zuge des Projektes "ALPINIST2010-2013" im Berner Oberland unterwegs.

 

Skihochtourenwoche des Projektes „ALPINIST2010-2013“ im Berner Oberland

Mit den Angeboten des Projektes „ALPINIST2010-2013“ will der Alpenverein junge Bergsteiger in ihrer Selbstständigkeit und ihrem Handeln am Berg fördern und das Thema „Alpin“ als Verein wieder verstärkt vorantreiben. Eine Aktionswoche des Projektes ist die Skihochtourenwoche. Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass die jungen Bergsteiger (ab 18) bereits selbstständig auf Skitouren unterwegs sind und Erfahrung in Aufstieg, Abfahrt und für Notfallsituationen haben.
7 Junge Skitourengeher waren vom 4. – 9. April im Berner Oberland unterwegs. Durch die Begleitung erfahrener Alpinisten hatten die jungen Bergsteiger bei dieser Skihochtourenwoche die Möglichkeit, Touren selbstständig zu planen und durchzuführen, das eigene Können voranzutreiben und das persönliche Wissen zu erweitern.

„Dieses Jahr war das Berner Oberland unser Ziel. Beim Vortreffen vielen die Namen der Jungfrau, Mönch und der Fiescherhörner. Für uns war für drei Tage die Konkordiahütte und für 2 Tage die Finsteraarhornhütte vorgemerkt. Der restliche Ablauf der Skihochtourenwoche war noch nicht geplant und so wurde es uns überlassen, welche Touren durchgeführt und welche Gipfel bestiegen werden.
Am Montag starteten wir um 5 Uhr von Bozen in die Schweiz. Während der Fahrt wurde das Wetter immer schlechter und nach 6 Stunden Fahrt standen wir in Interlaken im Regen. Schneefall und Regen konnte jedoch unserer guten Laune nichts anhaben und so stiegen wir nach einer kurzen Mittagspause mit einer Gruppe Japanerinnen in den Zug zum Jungfraujoch. Auf dem Joch angekommen standen wir in einer Nebelsuppe und sahen ca. 30 Meter weit. Voller Motivation und Hoffnung auf Besserung der Sicht schnallten wir unsere Skier an.
Vom Jungfrauenjoch fuhren wir Richtung Konkordiahütte. Wir tasteten uns Meter für Meter zwischen den Spalten Richtung Hütte. Nach ca. hundert Meter Abfahrt begann sich die Sicht zu bessern, plötzlich waren wir umgeben von einer gewaltigen Bergkulisse, Aletschhorn, Jungfrau und der gigantischen Aletschgletscher begrüßten uns. Die berüchtigten Treppen, welche zur Hütte führten standen vor uns, nach 450 Stufen waren wir in der Konkordiahütte angekommen.
Am Dienstag stand das Große Grünhorn (4.044 m) auf dem Programm. Starker Wind begleitete uns über das Gletscherfeld mit vielen großen Spalten. Durch Kletterei erreichten wir den Gipfel. Belohnt wurden wir mit einer grandiosen Aussicht und einer super Firnabfahrt.
Laut Wetterbericht sollte am Mittwoch der Wind nachlassen; ideale Bedingungen für unsere Besteigung der Jungfrau (4.158 m)! Mit zügigem Tempo ließen wir den flachen Gletscher hinter uns und begannen den Aufstieg Richtung Rottalsattel. Dort war unser Skidepot. Mit Steigeisen, Pickel und Seil stiegen wir den Gipfel entgegen. Am Gipfel angekommen genossen wir erneut einen super Rundblick auf die hohen Gipfel der Westalpen. Bei der anschließenden Firnabfahrt und den Gegenanstieg zur Konkordiahütte kamen wir ganz schön ins Schwitzen.
Am nächsten Morgen brachen wir Richtung Finsteraarhornhütte auf. Dabei wählten wir die Route über das Ewigschneefäld zu den Fiescherhörner (4.049 m). Bereits gut akklimatisiert ließen wir die anderen Gruppen hinter uns und stiegen auf dem Rücken Richtung Gipfel. Auch hier erwartete uns ein Felsgrat welchen wir selbstständig meisterten. Natürlich wurden wir dabei mit Tipps und Tricks von unserer beiden Bergführern und Kameraden Renato und Toni unterstützt. Da wir durch einen kleinen Gegenanstieg einen weiteren 4.000er erreichen konnten, fügten wir das Hintere Fiescherhorn in unsere Liste hinzu. Mit einer erneuten tollen Firnabfahrt fuhren wir zur Finsteraarhornhütte ab. Obwohl der Schnee bereits sehr aufgeweicht war, fanden wir einen sicheren Weg durch den Gletscherbruch. Der Abgang einer Nassschneelawine und ein Spaltensturz eines Schweizer Bergsteigers, der zum Glück glimpflich verlief, verdeutlichten uns, dass wir zur Mittagszeit wieder bei der Hütte sein sollten.
Für Freitag war geplant, das Finsteraarhorn zu besteigen. Mit 4.274 m ist das Finsteraarhorn der höchste Gipfel im Berner Oberland und mit seinem scharfen Felsgrat wohl einer der beeindrucktesten.
Um 5 Uhr morgens herrschte am Frühstückstisch eine etwas gedämpfte Stimmung; der Wind hatte nachts stark zugenommen, heftige Böen erschütterten die Hütte und genau heftige Böen konnten wir am schneidigen Felsgrat des Finsteraarhorns überhaupt nicht gebrauchen! Moralisch gestärkt durch die letzten erfolgreichen Tage wollten wir aber wenigstens einen Versuch starten uns so zogen wir fest entschlossen den Berg zu besteigen los. Trotz des immer heftiger werdenden Windes kamen wir recht gut voran, gingen ein recht zügiges Tempo bis uns kurz unterm Frühstücksplatz die ersten Böen fast von der Firnflanke fegten. Langsam kamen erste Zweifel auf. Mit zusammengebissenen Zähnen trotzten wir den widrigen Umständen, mussten uns aber ca. 100 m unter dem Beginn des Gipfelgrates eingestehen, dass ein Weitergehen keinen Sinn machen und die Sicherheit unserer Gruppe nur gefährden würde. So trafen wir nach kurzem Diskutieren die Entscheidung umzudrehen, jedoch fest entschlossen, wiederzukehren. So sind die Berge eben; nur wenn die Natur es zulässt können wir sie genießen.
Nach einem geselligen Abend auf der Hütte stand am Samstag die Abreise an. Wieder ging es früh morgens los, mussten wir doch besonders bei der Abfahrt ins Tal die hohen Temperaturen berücksichtigen. Schon vor 7 Uhr erreichten wir die Grünhornlücke und konnten dort den Sonnenaufgang an diesem Wolkenlosen Tag erleben. Gleich ging es weiter den Aletschgletscher hinab. Zwischen Spalten und Eisbrüchen verlief unsere Spur bis ober und die Bergstation der Fiescherseilbahn zu erkennen war. Mit einem Höllentempo wurden diese letzten 400 Höhenmeter bezwungen. Es scheint so als wären wir so langsam in Form gekommen. In der warmen Vormittagssonne ging es in bestem Firn zur Talstation eines Sessellifts, mit welchem wir die Bergstation der Seilbahn erreichten. Toni musste seinen gesamten Charme ausspielen um den Liftanlagenfacharbeiter davon zu überzeugen, dass uns diese Art der Beförderung nach einer solch anstrengenden Woche mehr als zustand.
Nach der Talfahrt nach Fiesch und einer 2stündigen Zugfahrt in voller Skitourenausrüstung bei 20 Grad erreichten wir schließlich unseren Bus in Interlaken. Glücklich und etwas müde traten wir nun die Heimreise an. Schade dass es schon wieder vorbei ist!“

Magdalena, Lukas, Johannes, Lukas, Johannes, Claudio und Manuel

Das Projekt ALPINIST2010-2013 wird unterstützt von:
 

 
 


    ALPINIST2010-2013 Skihochtourenwoche Berner Oberland
     
     
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