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Amerika 2010

Amerika 2010
 
 
Klaus, Leo und Stefan berichten aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten von Risskletterei, Erstbegehungen und mehr!

Endlich ist es soweit. Am 1. März steigen wir nach 14 anstrengenden Flugstunden aus dem Flieger in San Francisco aus.
Wir können es nicht erwarten nach Moab zu fahren um in Indian Creek in diesen roten, perfekten Rissen zu klettern. Mit unserem Jeep geht es 1600 km durch Wüsten, endlosen Prärien und großen Städten. So durchqueren wir Kalifornien, Nevada und Utha.

Klettern in Indian Creek
Jetzt haben wir fast 14 Tage um in Indian Creek zu klettern. Unser Lager schlagen wir im „Bidger Jack Campground“ auf, bauen uns mit Steinplatten einen Küchentisch, Küchenzeile und eine Feuerstelle für das alltägliche Feuer auf.
Wir klettern fast alle Tage und werden von Tag zu Tag besser, damit wir am letzten Tag den schwierigen „King of Pane“ besteigen können. Der Name der Route ist „Vision Quest“. Es sind 4 anstrengende Seillängen mit vielen körperbreiten Rissen. Es geht über riesige, lockere Felsblöcke und durch das ein und andere Dach in einer großen Verschneidung zum Gipfel.
Wir müssen alles mit Friends und Keilen frei klettern, was die Sache sehr schwierig macht. Nach 3,5 Stunden Körpereinsatz, zerrissenen Leibchen und aufgerieben Armen stehen wir erschöpft am Gipfel. Das war harte Arbeit!

Auf nach Salt Lake City!
Dort angekommen sind wir bei James Garrett, einem der bekanntesten Kletterer Uthas untergebracht. Er wohnt in den Bergen hinter Salt Lake in einer Villa und macht seit 40 Jahren Erstbegehungen auf dem ganzen Globus. Mit ihm fahren wir nach Ibex wo wir neue Routen eröffnen wollen. Ibex liegt in „West Dessert“ und ist 100 km vom letzten Dorf „Delta“ entfernt neben einem ausgetrockneten Salzsee. Dort angekommen klettern wir eine neue Route mit 2 nicht allzu schweren Seillängen im alpinen Stil, die wir "Dolomites Experians" nennen.
Die Abende verbringen wir in James Garretts Villa, schießen mit James Schrotflinte auf unserer leeren Bierdosen und schlagen ein paar Golfbälle in die Wüste. Am vorletzten Tag in der USA eröffnen wir eine mehrseillängen Route 90 Meter im Hauptsektor mit Schwierigkeiten von 5.9 bis 5.11b. Diese Route richten wir von unten mit Bohrhaken ein. Da das Bohren im sehr harten Quarzitstein sehr anstrengend ist, benötigen wir dazu 9 Stunden. Die Route führt sehr abwechslungsreich durch Risse, Bänder, Überhänge und Platten, in die Höhe. Die Route taufen wir "Licht und Schatten"!
Am nächsten Tag klettern wir zum Abschluss unsere Route. Zum freundlichen Abschied werden wir durch einen gewaltigen Sandsturm von Ibex vertrieben. In Salt Lake zurück müssen wir auch schon unsere Sachen packen da wir am nächsten Tag unseren Flug nach Chile haben.
Wir freuen uns auf neue Abendteuer in Süd Amerika! Von dort schicken wir neue Bilder und Erlebnisse!

Stefan, Klaus, Leo

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