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Skihochtourenwoche 2012 Valpelline

Skihochtourenwoche 2012 Valpelline
 
 
Unterwegs im ewigen Eis - Für 6 junge Bergsteiger(innen) war das Valpelline (Aosta) Ziel der diesjährigen Skihochtourenwoche. Gipfel wie Dent d'Hérens, L’Eveque, Pigne d’Arolla waren der Gruppe noch kein Begriff, doch das sollte sich schnell ändern.

"Bei der Tourenplanung im Januar wurde unser Interesse für das uns noch unbekannte Gebiet mehr als geweckt.
Am Dienstag, 24. April war es endlich soweit. Um 5 Uhr am Morgen trafen wir uns in Bozen mit unseren zwei Bergführern Renato und Toni. Leider war dies kein guter Morgen für alle, Alex musste aus gesundheitlichen Gründen noch vor dem Start mit voll bepacktem Rucksack die Heimfahrt antreten. Für uns restlichen sechs ging es nach Valpelline, einem verschlafenen 600 Seelen Dorf, nahe der Schweizer Grenze. Nach einer kurzen Stärkung im Dorf schnallten wir uns die Skier auf den Rücken und marschierten entlang des Moulin-Stausees los. Unser erstes Tagesziel war das Rif. Nacamuli (2818 m), welches wir schon aus einiger Entfernung erblickten, oder besser gesagt, die Toilette der Schutzhütte, welche wie ein Adlerhorst über dem Tal thront.

Am nächsten Morgen marschierten wir zum Col Collon und weiter zum Col de l’Eveque. Dort angekommen, hatten wir einen gewaltigen Rundblick über die Gletscher des Mt. d’Arolla und des Mt. Collon. Vor uns ragte der 3716 Meter hohe Gipfel des l’Eveque empor. Fasziniert von dieser einmaligen Bergkulisse bahnten wir unseren Weg im frischen Pulverschnee bis zum Westgipfel des Pointes d’Oren auf 3525m. Zunehmender Nebel und Wind hinderten uns am Aufstieg zum Gipfel des l’Eveque und somit mussten wir uns mit dem Blick hoch, zu diesem atemberaubenden Gipfel begnügen. Über den Gletscher des Mt. Collon erreichten wir unsere nächste Schutzhütte, die Cabane desVignettes auf 3160 Meter. Dass wir uns nun in der Schweiz befanden, verriet nicht nur die Preisliste, sondern auch die Genauigkeit und Ordnung welche in der Hütte herrschten.

Die Wettervorhersage für den nächsten Tag verhieß nichts Gutes, trotzdem wollten wir uns vom Plan der Besteigung des Pigne d’Arolla (3790 m) nicht abbringen lassen. Heftiger Wind und Nebel erschwerten uns den Aufstieg, doch so schnell ließen wir uns nicht entmutigen und in zügigen Schritten erreichten wir den Gipfel. Eine schöne Aussicht blieb uns jedoch verwehrt und wir suchten im Nebelmeer den Weg zurück zum Fuße des Berges. Eine weitere Querung über die Gletscher stand uns noch bevor, bis wir am frühen Nachmittag das Biwak „des Bouquetins“ (2980 m) erreichten. Dort hieß es nun Feuer machen und Schnee schmelzen, um genügend Wasser für Tee und das spätere Abendessen zu haben. Noch nicht genug, schnallten wir erneut die Skier an, um die 3000er Marke nochmals zu brechen, und bestiegen den 3086 Meter hohen ‚Hausberg‘ des Biwaks. Im Schein der Stirnlampen verbrachten wir einen gemütlichen Abend im Biwak, das wir mit zwei deutschen Bergsteigern und einer Gruppe Schweizer teilten, welche nicht gerade erprobte Bergsteiger waren, die sich des Öfteren in solchen Biwak aufhalten.
Am nächsten Morgen ging es warm eingepackt zum Col du Mt. Brulè, wo wir einen Blick auf unser Tagesziel, der Tète deValpellin und dem umliegenden Gipfelpanorama erhalten konnten. Wie schon in den vergangenen Tagen verschlechterte sich auch an diesem Tag das Wetter. Wind und Nebel verlangsamten uns den Aufstieg über den Col de Valpelline zur 3799 Meter hohen Tète deValpellin. Dort angekommen riss der Nebelteppich auf und uns bot sich ein unbeschreiblicher Blick auf das Matterhorn und den Dent d’Hèrens. Dieser Ausblick ließ uns die schweren Rucksäcke und die Mühen der letzen Tage vergessen. Die steilen Eisflanken des aufragenden Dent d’Hèrens fesselten unsere Blicke, und wir suchten nach einem Weg nach Oben, denn dieser 4000er galt als Ziel des nächsten Tages. Doch nun galt es erst mal den Weg nach unten, durch steiles felsdurchsetztes Gelände zu finden.

Am Col de la Division wurden die Skier am Rucksack befestigt und wir seilten uns ab. Nicht weit unter uns lag das Rif. Aosta, was wir wenig später erreichten. Die schlechte Wettervorhersage des nächsten Tages veranlasste uns, die Route etwas abzuändern und somit war nicht mehr der Gipfel des Dent d’Hèrens unser Ziel, sondern die 4075 Meter hohe Schulter des Berges.

Bereits um 4 Uhr in der Früh klingelten uns die Wecker aus den Betten. Mit Stirnlampen stiegen wir die ersten steilen Gletscherhänge empor. Bei Tageslicht bahnten wir uns den Weg vorbei an Spalten, durch die Gletscherbrüche. Die Natur meinte es nicht gut mit uns, die Schnee- und Wetterbedingungen wurden von Schritt zu Schritt schlechter und um kein Risiko einzugehen und unsere Sicherheit nicht zu gefährden, entschieden wir uns auf 3800 Metern umzukehren.

Zurück im Tal konnten wir das erste Mal verweilen und die Sonne genießen. Unseren letzten Abend verbrachten wir im Rif. Prarayer, wo wir ihn nach einem ausgiebigen Abendessen gemütlich ausklingen ließen.

Die letzte geplante Bergtour fiel sprichwörtlich ins Wasser, denn es regnete in Strömen. Damit war für uns klar: früher als geplant müssen wir den Rückweg antreten. Das letzte Mal schlüpften wir in die Skischuhe, schnallten die Skier auf den Rücken, zogen die Kapuze über den Kopf und marschierten drauflos.

Wir möchten dem AVS für die Möglichkeit diese Hochtourenwoche zu erleben einen riesen Dank aussprechen. Durch diese Unterstützung haben junge, begeisterte Bergsteiger wie wir die Möglichkeit, ihre Grenzen neu zu setzten und über sich hinaus zu wachsen. Besonderen Dank auch an unsere Bergführer Toni und Renato, welche uns die ganze Woche mit Rat und Tat zur Seite standen und es auch nicht leid waren, uns in Sachen Knotenkunde Neues zu lehren, jede unserer Fragen zu beantworten und fleißig Flaschenzüge zu üben."
Fabian, Heidi, Martin, Matthias, Moritz und Silvia


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Was mir am AVS besonders gefällt, ist die Tatsache, dass er einer der wenigen (wenn nicht der einzige) mir bekannte Verein ist, in dem vom Kleinkind bis zum Senior jeder etwas findet, das ihm und seinen Interessen entspricht. Beim letzten Kletterausflug des AVS St. Leonhard haben wir sage und schreibe 4 Generationen gezählt!...
 


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