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ALPINIST2010-2013: Alpinwoche "Fels & Eis"

ALPINIST2010-2013: Alpinwoche "Fels & Eis"
 
 
ALPINIST2010-2013: Alpinwoche "Fels & Eis"
 
 
02.10.2011 -
Im Zuge des Projekts „ALPINIST2010-2013“ ging es für vier junge Alpinisten eine Woche in die Westalpen. Unter dem Thema „Fels und Eis“ war die Gruppe in Begleitung von Zwei Bergführern in alpinen Mehrseillängentouren und auf dem Gletscher unterwegs.


Wilde Granittouren auf dem höchsten Berg der Alpen.

„Wichtig ist immer, das Gepäck mit System zu verstauen!“, sagt Simon Kehrer, einer der Bergführer, der die Gruppe begleitet, beim Start in Bozen. Der Vorsatz war gut, doch um sechs Uhr früh lässt der Ordnungssinn der Gruppe zu wünschen übrig. Mit viel Geschick wird aus dem 9 Sitzer somit schnell ein viel zu enger 6 Sitzer „So gewöhnt man sich schneller aneinander“, scherzt Christian Sordo, der zweite Bergführer.
Erstes Ziel der Reise ist die Valle dell‘Orco in Aosta. Wilde Granitfelsen inmitten einer kargen Landschaft erwartet die jungen Bergsteiger. Für die Meisten ist das Klettern auf Granit eine neue Erfahrung. Man muss sich an die neue Art des Klettern erst gewöhnen. Immer wieder landet einer der Gruppe fluchend in der letzten Sicherung. „Viel zu wenig Henkel...“

Selbst die Verantwortung übernehemen.

Am zweiten Tag geht es zum „Diedro Sanchez“, eine alpine Mehrseillängentour im VII. Schwierigkeitsgrad, die bis auf einzelne Nägel zur Gänze selbst abgesichert werden muss.
Die Gruppe ist eigenverantwortlich unterwegs. Phillip, Matthias, Friedl und Andreas wählen die Ziele aus und planen selbst die Routen. Die Bergführer stehen beratend zur Seite und geben ihr Wissen weiter. Die jungen Alpinisten bekommen bei ihren Touren die Chance neue Erfahrungen zu machen, müssen dabei aber auch lernen die Verantwortung für ihr Handeln selbst zu übernehmen.
Beim gemeinsamen Abendessen beschliesst die Gruppe am nächsten Tag in Richtung des Mont Blanc Massivs aufzubrechen. Die Wettervorhersagen sind gut um sich ins Eis zu wagen und man möchte die Chance Nutzen.

Rifiugio Torino

Von Cormayeur geht es mit der Seilbahn auf 3.375 m zum Rifiugio Torino oder besser gesagt zu den 400 steilen Stiegen, die zur Turiner Hütte führen. Mit schwerem Rucksack und dem Höhenunterschied in den Beinen schnaufen die Alpinisten den steilen Anstieg hoch. „Ist das Höhenbergsteigen?“ fragt sich Matthias, während er sich mühsam am Geländer hochzieht.
Die Hütte wirkt heruntergekommen und gleicht einer alten Militärkaserne, auch das Essen schmeckt so ähnlich.
Um 5 Uhr Morgens holt der Wecker die Gruppe aus dem Schlaf. Durch die kleinen Fenster der spärlichen Kammer kann man einen heftigen Schneesturm erahnen. Simon knipst das Licht aus.
Um 7 Uhr stapfen die sechs Bergsteiger durch zehn Zentimeter Neuschnee in Richtung des Dent du Geant (4013 m), einem eindrucksvollen Felssporn östlich der Schutzhütte. Über kombiniertes Gelände geht es zum Wandfuss. „Die Wand ist volle Eis und Schnee...da geht heute wohl gar nichts!“ stellt Friedl schnell fest. Alpinisten müssen auch umkehren können.

Steileis und Höllenhitze

Am nächsten Tag geht es mit Stirnlampe in Richtung Tour Ronde (3792 m), eine genussreiche Hochtour über Gletscherspalten, Blankeis und schliesslich einem langen Felsgrad auf den Gipfel.
Da ein Wetterumbruch vorhergesagt wird, geht es im Anschluss wieder Talwärts. Die 400 Stiegen sind abwärts weniger anstrengend, aber fast könnte man sich eine Seilsicherung wünschen, derart steil ist der Abstieg.
Wenige Stunden später sitzt die Gruppe bei Pizza, Bier und 30°C in Arco. Um sich zu „Akklimatisieren“ noch schnelle eine Kurze Tour in San Paolo bei Arco. Und bei brütender Hitze sehnt sich der ein oder andere schnell wieder auf die eisigen Granitfelsen des Mont Blancs.

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