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USA Reise - "Durch den Wilden Westen"

USA Reise - "Durch den Wilden Westen"
 
 
26.06.2016 -


Nach 5 Jahren im Juni 2016 war es dann endlich soweit. Diesmal wollten wir weiter im Norden beginnen und uns dann nach Südwesten durcharbeiten.
City of Rock, Maples Canon, Indian Creek, Fischer Towers, Desert Towers, sowie die bereits bekannten Gebiete wie Red Rocks und natürlich Yosemite wollten wir beklettern.
Die City of Rock ist ein landschaftlich wunderschön gelegenes Kletterbiet inmitten der Abgeschiedenheit der Prärie. Von kleinen Granitblöcken zum Bouldern bis zu 200 mt hohen Felsen findet man alles was das Kletterherz begehrt. Man kann mitten im Klettergebiet um wenig Geld wunderbar campieren. Wir kletterten einige Tage an den bizarren Granitformationen, machten erste Erfahrungen mit dem Rissklettern und nahmen sogar ein Bad im Gipfelpool eines Riesenblocks.  
Nach drei Tagen mussten wir aber wieder unsere Pferde satteln und das nächste Ziel ansteuern: Maple Canon. Hautschonende Sportkletterei an steilen Konglomeratwänden war angesagt. Der Maple Canon liegt versteckt in der tiefsten amerikanischen Provinz. Die nächste „Stadt“ ist ein trostloses Dorf – Fontaine Green. Viel Armut, dicke Menschen, alte Cadillacs, heruntergekommene Häuser – aber überall die Fahne im Vorgarten. Das Klettern an den runden Steinen der überhängenden Wände, mal klein wie Nüsse, dann wieder groß wie Kürbisse war zwar ungewohnt,  machte aber Riesenspaß.

Unser Hauptziel, die Berge und Risse in den Sandsteinfelsen in der Wüste rund um Moab in Utah ließ auch im Maple Canyon keinen langen Aufenthalt zu und so fuhren wir nach 2 intensiven Klettertagen wieder weiter.
Dort war es leider wie befürchtet sehr heiß und die Hitze ließ das Klettern nur am Morgen zu. In Indian Creek, ein Tal mit endlosen faszinierenden Sandsteinwänden war das Klettern nur im Schatten und dann nur bis Mittag möglich.
Wir wollten aber noch mindestens zwei Ziele versuchen: Den „Korkenziehergipfel“ an einem der Fisher Tower und den Castleton Tower, den berühmtesten der freistehenden Wüstentürme.
Die Fisher Towers sind die bizarrsten Felsgebilde, die ich je gesehen hatte. Ganz weiche und fragile Sandsteintürme, die vom Wind zu den unglaublichsten Formen modelliert wurden und dementsprechende Namen tragen (die Kobra, der Titan, Finger des Glaubens, Eidechsenfelsen, u.sw.). Nach einer extrem heißen Nacht wanderten wir noch vor Sonnenaufgang zum Einstieg und konnten bei einigermaßen akzeptablen Temperaturen klettern. Die Tour auf den „Korkenzieher“ ist zwar nur 5 Seillängen lang, aber die letzten Meter zum Gipfel sind sehr orginell und ausgesetzt.
Ganz anders hingegen die Kletterei am Castleton Tower, der von den Fisher  Towers aus als freistehender Turm am Horizont gut zu sehen war. Ein Turm mit Wänden wie mit dem Messer geschnitten - und so waren auch die Touren. Egon und Raimund kletterten die NW Wand mit Schwierigkeit 5.11 (unterer 8ter Grad !). Mit einer Menge Friends am Gurt und viel Tape an den Händen schunden, zwängten, spreizten und fingerten sie sich die Risse empor. Klaus und ich schauten ihnen vom ebenen Gipfelplateau begeistert zu, denn wir waren über die leichtere aber nicht weniger schöne klassische Khor-Ingalls-Route in der „sonnigen“ Südostwand aufgestiegen.
Bevor wir der Hitze wegen die Wüstenberge rund um Moab verließen, genossen wir noch einen Sonnenuntergang am Delikate Arch, dem Wahrzeichen und Nationaldenkmal von Utah.  
Ein wenig „Sightseeing“ durfte natürlich nicht fehlen und so besuchten auf dem Weg nach Las Vegas noch den Antelope Canyon, mit den farbenprächtigen Lichtspielen an den engen Sandsteinwänden, den Grand Canyon und den größten Staudamm der USA, den Hoover Dam, der den Strom für die Spielhallen und Vergnügungsindustrie von Las Vegas liefert. Wir entflohen der künstlichen Glitzerwelt schnell Richtung Red Rocks, einem weitläufigen Klettergiebiet in der Nähe der Spielerstadt. Aber auch hier war das Klettern nur Morgens halbwegs auszuhalten.  
Den absoluten Hitzerekord hatten wir dann – wen wunderts - im Death Valley. Im Tal des Todes am Zabriskie Point zeigte das Thermometer 45 ° Celsius. Nach so viel Hitze und Wüste brauchten wir eine ordentliche Abkühlung. Und die fanden wir auf unserem Weg nach Yosemite in Lone Pine, einer Westernstadt am Fuße des über 4.200 mt hohen Mount Withney in Jake`s Saloon, mit orginalen Pendeltüren am Eingang, Billiardtisch und einem Wirt mit weißen Rauschebart.

Am nächsten Morgen fuhren wir nach einem super Frühstück mit Spiegeleiern, gebratenem Speck, fettig triefendem Toastbrot und wässrigem Kaffee stundenlang zuerst durch die Prärie, dann durch endlose Wälder, vorbei am Mono Lake mit den interessanten Tuffformationen, hinauf auf den Tioga Pass und hinein in den riesigen  Yosemite Nationalpark bis zu unserem Ziel: Camp 4. 
„Der“Campingplatz für die Kletterer, der einzige im ganzen Tal, wo man nicht reservieren kann, ohne Duschen, aber dafür hat jeder Zeltplatz Tisch, Bänke und eine Grillstelle, bärensichere Vorratsboxen für Lebensmittel und Kletterzeug.
Wer früh genug in der Schlange vor dem Rangerhäuschen ansteht, hat gute Chancen auf einen Zeltplatz. Wir hatten Glück und bekamen zwei schöne Plätze.
Nach einem Erkundungstag im Tal machten wir uns Tags drauf auf den Weg zum Half Dome, und zwar zur Snake Dike, einer Klettertour über eine Quarzader, die über den halben Dom bis auf den Gipfel zieht. Ein strammer Zustieg von 3 Stunden, dann die Kletterei im 6sten Grad und die Hascherei über die Schulter zum Gipfel des allmählich flacher werdenden Berges, sowie der endlose Abstieg von 4 Stunden runden das Erlebnis gut ab.
Wir versuchten uns auch am „Midnight Lightning“, am berühmtesten Boulder der Welt, den jeder Kletterer in Camp4 probiert haben muss, doch mehr als zwei Züge waren nicht drin. Zu schwierig, zu abgespeckt, und zu viel Publikum.

Wir machten doch lieber einige schöne Mehrseillängen-Touren mit moderaten Schwierigkeiten bis 5.10. an den umliegenden Türmen und Pfeilern des Tales. Wir genossen noch die letzten Urlaubstage unter dem Giganten El Capitan mit Klettern, Faulenzen und Feiern bevor wir unser letztes Ziel, San Franzisko, ansteuerten.
Dort radelten wir mit dem Fahrrad über die steilen Hügel und die Golden Gate Bridge, während die Sonne zum Abschied noch extra ziemlich kitschig im Pazifik unterging.
Alles war bestens gelungen und die Eindrücke extrem vielfältig und bleibend. Die Kletterei an Granit und Sandstein war für uns etwas Neues und Ungewohntes, aber gleichzeitig faszinierend und begeisternd, die Landschaft überwältigent, gigantisch und die Menschen immer freundlich und hilfsbereit und die Partys legendär…aber das ist eine andere Geschichte.

 Good bye Amerika.   „I´llbe back“ – ich komme wieder!

Heini
Oberrauch

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In der heutigen schnelllebigen Zeit, wo es oft nur um Geld und Leistung geht, schätze ich gerade ein gutes Vereinsleben. Ein Verein sollte niemals als Selbstverständlichkeit angesehen werden, sondern man sollte jeden Verein in seiner Art schätzen und unterstützen. Was wäre ein Dorf ohne Vereine? Ich selbst unterstütze den AVS, weil ich dort meine Interessen wahrnehmen kann!...
 


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