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Monte Rosa Skitouren-Tage 19.-21.April 2016

Monte Rosa Skitouren-Tage 19.-21.April 2016
 
 
Hochalpines Skitourengebiet mit Besteigung mehrerer Viertausender

Wir haben nun fast Ende April und der Wetterbericht verheißt Gutes. Eine Schönwetterperiode scheint in Sicht. Deshalb entscheiden wir, vier Tourengeher aus Südtirol, uns kurzfristig, die Rücksäcke zu packen und in Richtung Süden zu fahren. Unser Ziel ist das reizvolle Monte Rosa-Gebiet. Gestartet wird um 02.00 Uhr nachts in St. Magdalena Gsies. Bei Regenwetter fahren wir über Brixen nach Peschiera und schließlich nach Mailand, wo uns ein Gewitter mit starken Regenschauern überrascht. Dennoch geht die Fahrt weiter nach Pont Saint Martin und endet in Gressoney-Staffal auf 1823 m Meereshöhe. Am Ziel angelangt schnallen wir uns die Rücksäcke um und wandern vollbepackt über Skiwege und Pisten zur Bergstation Passo dei Salati. Da die Bahn für die Weiterfahrt geschlossen und die Hangquerung zu gefährlich ist, muss der Steilhang wieder ungefähr 450 Höhenmeter abgefahren werden. Bei zunehmender Wärme und mit schwerem Gepäck kämpfen wir uns hoch bis zur Gnifetti-Hütte, welche auf 3643 m liegt. Bereits am ersten Tag legen wir so 2300 Höhenmeter zurück. Wohlverdient lassen wir uns danach auf der Hüttenterrasse ein Bier schmecken und genießen die angenehmen Frühlingstemperaturen. Anschließend machen wir uns auf den Weg in unser Schlafgemach und erholen uns von den ersten Anstrengungen. Am Tagesende genießen wir ein leckeres Abendessen und erfreuen uns an der Freundlichkeit des gesamten Teams. Trotz des fehlenden Wassers, welches durch Wasserflaschen ersetzt wurde, und dem urigen „Plumpsklo“, haben wir uns auf der Hütte sehr wohl gefühlt. Nach einer erholsamen Nacht starten wir gegen halb 8 Uhr morgens unser kleines Abenteuer. Die Skier angeschnallt, gelangen wir über leichte Hänge zum Lysjoch, queren von dort hinüber zur Aufstiegsspur der Monte Rosa-Hütte und gelangen von hier zum Steilhang der Zumsteinspitze. Die letzten fünfzig Höhenmeter bis zum Gipfel werden mit Steigeisen und Pickel überwunden. Auf der 4563 m hohen Zumsteinspitze weht starker Wind, sodass wir uns mit einer kurzen Rast zufrieden geben müssen. Ein kleines Stück abgestiegen queren wir das unter den Gipfeln liegende flache Gelände und nähern uns dem nächsten Ziel. Steigeisen und Pickel werden wieder ausgepackt und nochmals geht es bergauf. Die Signalkuppe mit ihrem Schutzhaus Capanna Margherita auf 4554 m ist erreicht. Von hier aus können wir nach kurzem Abstieg die ersten Abfahrtsmeter mit den Skiern genießen. Unten angelangt, fellen wir erneut auf und erklimmen mit unseren Steigeisen die naheliegende Parrotspitze (4432m). Nach der Gipfelrast wagen wir die steile Abfahrt über die kurze, zum Teil vereiste Flanke bis zum nächsten Flachstück. Ein leicht ansteigender Hang liegt zwischen uns und dem nächsten Etappenziel, welches zu Fuß über den Grad erreicht wird: die Ludwigshöhe auf 4341 m. Von dort geht es nach einer kurzen Abfahrt über eine etwa 45° steile Flanke hoch zum Schwarzhorn (4322 m) mit der kleinen Madonnenstatue. Die Zeit und die Kondition stimmen, und so erklimmen wir anschließend über einen Klettersteig das Balmenhorn (4167 m), einen kleinen Felsklotz mit einer etwa 5 Meter hohen Christusstatue und einer Biwakschachtel. Lois lässt sich den Aufstieg zur Vincenzpyramide auf 4215 m nicht nehmen und macht so das halbe Dutzend Viertausender voll. Der Rest von uns genießt inzwischen die Abfahrt zur Gnifetti-Hütte über leichten Pulverschnee und guten Firn am Ende. Abends steht die Planung für den nächsten Tag an. Die Wetterprognosen prophezeien nichts Gutes. Doch wir haben Glück. Das Wetter sieht gut aus, und so steigen wir am darauffolgenden Morgen wieder zum Lysjoch auf. Der Lyskamm liegt in unserem Blickfeld. Nach einer kurzen Besprechung am Skidepot wagen wir den Aufstieg über den Ostgrat. Mit Steigeisen und Pickel, aber ohne Seil, beginnen wir die Tour mit einer steilen Flanke und erreichen einen stark ausgesetzten Grat. Rechts und links davon blicken wir in furchteinflößende Tiefen. Stets konzentriert besteigen wir über eine weitere steile Flanke und einen Felsen den Ostgipfel des Lyskammes auf 4527 m. Das Panorama lässt keine Wünsche offen: das Matterhorn, das Weisshorn, der Mount Blanc und die Dufourspitze erheben sich in voller Pracht. Angenehme Temperaturen bieten beste Voraussetzungen zum Fotografieren und Erholen. Zurück am Skidepot starten wir eine herrliche Abfahrt bis zur Gnifetti-Hütte. Beladen mit den restlichen Utensilien genießen wir eine letzte Rast und wagen die Abfahrt. Bei gutem Firn legen wir 1850 Höhenmeter zurück, vorbei an der Montova-Hütte, und schlussendlich über Skipisten und -wege ins Tal. Nach dem Mittagessen in einem kleinen Dörfchen in Gressoney geht es über Mailand, Brescia und Brixen nach Hause ins Gsiesertal. Resümee: Mit Ausnahme des doch starken Windes am ersten Tag fanden wir gutes Wetter und hervorragende Verhältnisse vor. Der Lyskamm sollte eher nur von erfahrenen Bergsteigern mit Schwindelfreiheit bestiegen werden. Unbedingt zu empfehlen ist die letzte, ungefähr 2400 Höhenmeter umfassende Abfahrt ins Tal. Für weitere Touren wäre eine Verlängerung auf der Monte Rosa-Hütte geeignet, um die Dufourspitze und das Nordend zu besteigen. Hütte unbedingt frühzeitig reservieren. Tourengeher: Untersteiner Alois, Schwingshackl Ernst, Oberstaller Hubert „Galla“, Reier Andreas Bericht: Reier Andreas Fotos: Untersteiner Alois

Monte Rosa Skitouren-Tage 19.-21.April 2016
 
 
Monte Rosa Skitouren-Tage 19.-21.April 2016
 
 

 



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Hans, 39 Jahre
Wenn ich an meine Kinderzeit zurückdenke, habe ich nicht mehr besonders viele Erinnerungen daran, doch an die Veranstaltungen des AVS kann ich mich sehr gut erinnern, daran wie toll es war beim Zelten und Wandern, beim Klettern und beim Hüttenlager. Aus diesem Grund bin ich auch heute noch Mitglied beim AVS...
 


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