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Jahresversammlung des Referats Natur & Umwelt im Zeichen des Biolandbaus

Jahresversammlung des Referats Natur & Umwelt im Zeichen des Biolandbaus
 
 
22.03.2017 -
Das Jahrestreffen der Referenten für Natur und Umwelt fand heuer auf Einladung der Sektion Unterland in Kurtatsch statt. Der Abend stand im Zeichen des Biolandbaus in Südtirol und des fachlichen Austauschs zwischen den Referenten in den Sektionen und Ortsstellen.

Referatsleiter Klaus Bliem begrüßte die Referenten für Natur und Umwelt und bedankte sich bei Hermann Bertolin (Erster Vorsitzender Sektion Unterland) für die Organisation der Räumlichkeiten und die Hilfe bei der Vorbereitung. Ein großer Dank ging auch an AVS-Präsident Georg Simeoni für die tatkräftige Unterstützung der Anliegen des Referats in den Vereinsgremien und nach außen hin.
Der  Rück- und Ausblick auf die Tätigkeiten des Referats wurde in Form eines Stationenbetriebs mit Plakaten präsentiert. Neben bereits länger laufenden Projekten wie "Freiheit mit Rücksicht" oder "Müll.Berge" war die Naturschutzarbeit zu den Themen Flugplatz Bozen und geplante Skigebietszusammenschlüsse bzw. -erweiterungen (Langtaufers-Kaunertal, Schnals, Marinzen, Tiers) einer der Schwerpunkte 2016. NeuereArbeitsschwerpunkte sind das Bergsteigerdörfer-Projekt und die freiwilligen Almpflegeaktionen. Das Referat setzt weiterhin auf eine intensive Öffentlichkeitsarbeit, das Kursprogramm und die Mitarbeit in der Aus- und Weiterbildung der Funktionäre.

Wie jedes Jahr gab es auch heuer wieder ein Impulsreferat. Reinhard Verdorfer, Geschäftsführer von Bioland Südtirol berichtete in seinem Vortrag über den "Biolandbau in Südtirol - Entwicklungen und Chancen".
In Südtirol gibt es derzeit etwas mehr als 1000 Betriebe, die biologisch arbeiten. Den Hauptteil machen Flächen für Kernobstanbau und Weinbau aus, gefolgt von Grünlandbetrieben. Auffallend ist der Zuwachs bei den Grünlandbetrieben in den letzten zwei Jahren. Die Arbeitsschwerpunkte von Bioland Südtirol liegen in der Umstellungsberatung; die landwirtschaftliche Naturschutzberatung wurde vor fünf Jahren als Pilotprojekt gestartet und soll weiter ausgebaut werden. Derzeit können die Landwirte auf freiwilliger Basis Maßnahmen für die Verbesserung der Artenvielfalt auf ihren Flächen setzen; geplant ist, dass in Zukunft eine Mindestpunktezahl für die Ökologisierung der Betriebsflächen erforderlich sein soll. Durch diese zusätzlichen Maßnahmen soll den Konsumenten der Mehrwert von Bio, welcher auch den Preisunterschied rechtfertigt, nähergebracht werden.
Bioland Südtirol wurde 1992 von zehn Landwirten gegründet, die sich aus wirtschaftlichen Überlegungen (D ist größter Markt) dem deutschen Bioland-Verband angeschlossen haben. Die Arbeit von Bioland basiert auf sieben Prinzipien: Kreislaufwirtschaft (nur Verwendung von org. Dünger, der vor Ort produziert wird; ist noch nicht zu 100% erreicht), Förderung der Bodenfruchtbarkeit, artgerechte Tierhaltung (größere Stallflächen, mehr Auslauf), Erzeugung wertvoller Lebensmittel, Förderung der biologischen Vielfalt, Bewahrung der natürlichen Lebensgrundlagen, den Menschen eine lebenswerte Zukunft sichern. Ein wichtiges Prinzip von Bioland ist auch die Zulassung von möglichst wenigen Zusatzstoffen in der Verarbeitung. Darin zeigt sich der Unterschied zum konventionellen Anbau (316 zugelassene Zusatzstoffe), aber auch zum EU-Mindeststandard für Bioprodukte (47 zugelassene Zusatzstoffe). Dem gegenüber stehen nur 23 Zusatzstoffe, die bei Bioland zugelassen sind.

Weitere Bio-Verbände in Südtirol sind die Arbeitsgemeinschaft für biologisch-dynamische Wirtschaftsweise (130 Mitglieder) und der Bund alternativer Anbauer (24 Mitglieder). Bioland lässt die Betreibe einmal jährlich angekündigt kontrollieren, zusätzlich werden 10% aller Betriebe unangekündigt kontrolliert.
Für die Konsumenten stehen unter www.bioland-suedtirol.it und www.bioinsuedtirol.it zwei Suchmaschinen für Bio-Produkte zur Verfügung. Mehrere Projekte sollen künftig die Vermarktungsmöglichkeiten verbessern. "Die Konsumenten entscheiden  mit ihrem Konsumverhalten, wie die Landschaft von heute und morgen ausschaut," schloss Reinhard Verdorfer seine Ausführungen ab.
Es folgte eine angeregte Diskussion, welche bei einem Buffet aus Bio- bzw. regionalen Produkten fortgesetzt wurde. Kuhmilchkäse, Speck und Kaminwurzen stammten Christoph Tribus aus Vellau (Bio-Hofkäserei Hausen, Fleisch aus eigenem Betrieb),  Ziegenmilch-Käse von der Algunder Sennerei (regional), Schüttelbrot, Breatln, Ultner Brot und Süßes von der Bäckerei Ultner Brot (Bio), Palabirnenbrot von der Bäckerei Schuster (Laatsch, regional), die Äpfel von Bio Vinschgau, der Bio-Apfelsaft vom Burghof in Latsch und der Wein von der Kellerei Kurtatsch (regional).


Fotos: Klaus Bliem: v.l.n.r. Buffet aus Bio- und regionalen Produkten; Teilnehmer; Besuch des Museums "Zeitreise Mensch" als Rahmenprogramm


Jahresversammlung des Referats Natur & Umwelt im Zeichen des Biolandbaus
 
 
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Markus Breitenberger
ehem. Referatsleiter für Natur & Umwelt
Der AVS ist schon fast so nachhaltig wie unsere Natur- und Berglandschaft. Ein Beitritt gibt Schutz, Sicherheit, Hilfe und bietet Herausforderung, Freunde, Kameradschaft. Von ganz Klein bis ganz Alt findet jeder seinen Platz und ein interessantes wanderndes-kletterndes-bergsteigendes Programm vor. Alles Gründe zur bunten Familie des Alpenvereins zu gehören....
 


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