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"Südtirols geschlossene Landschaft"

"Südtirols geschlossene Landschaft"
 
 
01.04.2011 -

Im Rahmen der Vollversammlung des Referats für Natur und Umwelt, bot Diego Del Monego unter dem Titel "Südtirols geschlossene Landschaft" einen fotografischen Überblick  über die  landschaftlichen Veränderungen unseres Landes. Schwerpunktthemen waren die Zersiedelung der Landschaft, Versiegelung der Böden und die Lichtverschmutzung.


In seinen Vorträgen macht Diego Del Monego den fortschreitende Verlust des Kapitals "Kulturlandschaft" bewusst.  In erster Linie ging der Referent auf  die Veränderung der Landschaft im Etschtal auf, mit Schwerpunkt auf Bozen und Umgebung. Eine Serie von Bildern zeigt eindrücklich, wie die Bozner Industriezone immer weiter in das landwirtschaftliche Grün vorgedrungen ist. Mit der zunehmenden Bautätigkeit wird die Zersiedelung der Landschaft eingeleitet. Abschreckende Beispiele dafür sind die Straßendörfer im Burggrafenamt, von Lana bis nach Marling. Auch die Berghänge werden zunehmend mit verstreuten Siedlungen zugepflastert.
Die Versiegelung der Böden und die damit verbundenen Veränderungen des Mikroklimas im Siedlungsbereich wurde anhand von Beispielen dargelegt.  Die auch  aus der zunehmenden Versiegelung resultierende Feinstaubproblematik stellt die Bewohner großer Wohnsiedlungen häufig vor Probleme. Ein Beispiel dafür ist die Verwendung von sich während des Sommers stark aufheizenden  Baumaterialien in der neuen Wohnsiedlung Firmian in Bozen. Der Effekt von dunkel gefärbten Kunststoffplatten im Fassadenbau führt zu Problemen bei der Kühlung - viel Energie muss für Klimaanlagen aufgewendet werden.
Zur Versiegelung der Landschaft tragen auch die Asphaltbänder bei. Am Beispiel der MeBo wurde aufgezeigt, dass Reifenabrieb und Schadstoffe mit dem von der Fahrbahn abfließenden Wasser direkt in die angrenzenden Obstgüter eingeleitet werden und zu einer Belastung der Böden beitragen.
Energieverschwendung und Lichtverschmutzung sind in unserem Land allgegenwärtig. Uns ist oft nicht bewusst, dass Insekten das Licht anders wahrnehmen als wir, es sie geradezu anzieht und sie an den erhitzten Leuchtkörpern zugrunde gehen lässt. Im Projekt "Die helle Not" der Tiroler Umweltanwaltschaft werden die Auswirkungen auf
 Artenvielfalt und die Nahrungskette der Insekten thematisiert, ebenso wie die Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit. Eine sinnvoll eingesetzte Beleuchtung, die nicht Licht an die Umgebung abstrahlt, hilft  Energie zu sparen. Großes Einsparpotential bestünde bei der Umrüstung der Straßenbeleuchtungen, bei der Beleuchtung von Fußballplätzen und bei Verzicht auf nächtliche Werbeleuchtschriften.
Gestreift wurde auch das Thema erneuerbare Energiequellen und das Potential der Photovoltaik (neue Entwicklung: textile Photovoltaik, in Südtirol ev. für Hagelnetze anwendbar), beispielsweise durch Anbringen auf Gewerbehallen und an Lärmschutzwänden.

Hier geht's zur Bildergalerie mit Fotos von Diego Del Monego


"Südtirols geschlossene Landschaft"
 
 
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Lydia
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