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AVS & IMS: Fachtagung Mountainbike

AVS & IMS: Fachtagung Mountainbike
 
 
09.10.2013 -
Keine Verbote, sondern gegenseitiger Respekt - Am Samstag, 19. Oktober, luden die Alpenvereine aus Deutschland, Österreich, dem Trentino und Südtirol im Rahmen des IMS zur Mountainbiketagung nach Brixen. Über 100 Interessenvertreter und Akteure besuchten die hochkarätig besetzte Veranstaltung mit Fachvorträgen und Diskussionsrunde.





Mountainbiken ist schweißtreibend, umweltfreundlich und macht vor allem Spaß. Die unzähligen Mountainbiker gehören mittlerweile genauso wie Wanderer, Bergsteiger und Kletterer zum alpinen Erscheinungsbild, benutzen alpine Infrastruktur wie Wege, Almen und Schutzhütten und machen unter den Mitgliedern der alpinen Vereine eine beträchtliche Zahl aus. Der massive Aufwärtstrend in den letzten Jahren hat innerhalb der Alpenvereine wie auch außerhalb differenzierte Haltungen dem Mountainbike gegenüber hervorgerufen. In Brixen wurden Fachleute aus den alpinen Vereinen, der öffentlichen Verwaltung und einzelnen Bike-Destinationen geladen, um die aktuelle Situation zu analysieren, Grundsatz- und Verhaltenspositionen vorzustellen, aber auch um die Erfolgsgeschichte Mountainbike aufzuzeigen. Egal ob für Rennfahrer, Freerider, Tourenfahrer oder E-Biker, die Fortbewegung mit dem Rad übt laut Umfragen eine stetig wachsende Faszination aus.

Rechtliche Situation: teilweise ungeklärt
Dass Handlungsbedarf besteht, waren sich alle Referenten einig. In der Vergangenheit gab es immer wieder Konflikte und Bedenken im Bezug auf die Mehrfachnutzung der Wege aufgrund deren aufwändiger Instandhaltung, in Bezug auf die Haftungsfrage und den möglichen Konflikten zwischen Wanderern und Mountainbikern. Dabei ist die rechtliche Situation der Mountainbiker in den Alpenregionen recht unterschiedlich: Im Trentino, dem Zielland unzähliger Mountainbiker, gilt seit Ende der 90er-Jahre ein strenges aber wages Reglement, das sich auf die Wegbreite und das Gefälle bezieht. In Südtirol hingegen ist derzeit alles erlaubt ist, was nicht verboten ist, und während in Deutschland die Bundesländer das Thema unterschiedlich regeln, ist beispielsweise in Österreich das Befahren von Waldwegen und Forststraßen prinzipiell verboten bzw. nur mit der Zustimmung des Eigentümers erlaubt.

Die Alpen sind eine Bike-Destination
Tatsache ist, dass die Regelungen der Länder mit der Ist-Situation im Mountainbikebereich wenig zu tun haben und dass insbesondere für eine Ausweisung von Wegen und eine touristische Nutzung Handlungsbedarf besteht, um das Thema im Interesse aller Bergsportler zu entschärfen und die Alpenregion als Mountainbikedestination, die sie ist, zu stärken. 
Denn das Segment ist auch wirtschaftlichen im Wachsen: Allein in Südtirol werden jährlich rund 10.000 Mountainbikes verkauft und die Zahl an Mountainbike-Nächtigungen in den 50 auf Mountainbiker spezialisierten Hotels liegt bereits bei 100.000 – Tendenz steigend.

Der Appell: Gegenseitiger Respekt
In allen alpinen Regionen haben sich zum Teil in den Alpenvereinen eigene Plattformen und Arbeitsgruppen gebildet, die sich mit dem Thema befassen, um dieses wichtige Thema möglichst konfliktfrei zu lösen. Ein Eckpfeiler sind Ausbildungsmaßnahmen, die einen respektvollen Umgang mit Natur und anderen Wegenutzern beinhalten. Auch Lenkungsmaßnahmen führen zur Entspannung: Das Ausweisen bestimmter Trails für touristische Zwecke sollte unter Einbeziehung der Grundbesitzer und unter Ausklammerung der Hauptwanderrouten passieren, wie es durch lokale Initiativen zum Beispiel auf der Seiser Alm oder in Latsch geschehen ist. Auch die Errichtung eigener Bikeparks und Strecken für Downhiller wurde befürwortet.
Die Alpenvereine und Interessenvertreter appellierten zur Kooperation und zum gegenseitigen Respekt von Wegehaltern und Wegenutzern, um Verbote langfristig zu vermeiden. Als Grundlage hierfür wurden kürzlich im Club Arc Alpin, dem Dachverband der alpinen Vereine, zehn Verhaltensempfehlungen verabschiedet. Übergreifende Strategien sind notwendig, um diese beliebte und wachsenden Bergsportart zu integrieren, denn die Rücksicht auf die anderen Wegenutzer und ein verantwortungsvolles Fahren sind ausschlaggebend für eine langfristige Akzeptanz und weitere Entwicklung dieser alpinen Spielform.

AVS & IMS: Fachtagung Mountainbike
 
 
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Markus Breitenberger
ehem. Referatsleiter für Natur & Umwelt
Der AVS ist schon fast so nachhaltig wie unsere Natur- und Berglandschaft. Ein Beitritt gibt Schutz, Sicherheit, Hilfe und bietet Herausforderung, Freunde, Kameradschaft. Von ganz Klein bis ganz Alt findet jeder seinen Platz und ein interessantes wanderndes-kletterndes-bergsteigendes Programm vor. Alles Gründe zur bunten Familie des Alpenvereins zu gehören....
 


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