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CAI und AVS verzichten auf landseigene Schutzhütten

CAI und AVS verzichten auf landseigene Schutzhütten
 
 
11.09.2014 -
Zur Ausschreibung der landeseigenen Schutzhütten haben die Alpenvereine CAI Alto Adige und der AVS gestern eine leeres Angebot eingereicht. Die heutigen Stellungnahmen seitens des Landes enthalten nur die halbe Wahrheit. Nachstehend als Richtigstellung und Erläuterung unsere heutige Presseaussendung.
 
Wie der heutigen Presse zu entnehmen ist, unterstreichen Landeshauptmann Kompatscher wie auch Abteilungsdirektor Urthaler und  Amtsdirektor Dusini die Ausschreibungssumme von 261.000 Euro damit, „dass diese genauso hoch ist wie bisher beim CAI“. Dies ist nur die halbe  Wahrheit.

Tatsache ist, dass die Landesverwaltung seit 2011 die Schutzhütten in absoluter Eigenregie führt und damit auch für sämtliche Führungs- und Verwaltungskosten, Bewerbungsmaßnahmen, Versicherungsspesen und Risiken zuständig ist. Selbstverständlich stehen ihr damit auch die Pachtzinse im vollen Ausmaß zu.

Tatsache ist aber auch, dass der CAI die Schutzhütten nur bis 2010 (!) als Konzessionär des Staates (!) geführt und hierfür eine minimale Konzessionsgebühr entrichtet hat. Die heute vom Land geforderte Ausschreibungssumme entspricht zwar dem ehemaligen Pachtzins, den die Hüttenwirte an den CAI bezahlt haben, doch hat niemand behauptet, dass dieser zu hoch angesetzt wäre. Der große Unterschied besteht darin, dass der CAI damit auch seine Führungs- und Verwaltungskosten,  ewerbungsmaßnahmen und Versicherungsspesen begleichen, sowie den durch öffentliche Beiträge nicht gedeckten Eigenfinanzierungsanteil von 30-40% der Investitionen und Instandhaltungsmaßnahmen übernehmen und auf witterungsbedingte betriebswirtschaftliche Einbußen der Hüttenwirte reagieren konnte.

Wir sind nach wie vor der festen Meinung, dass für diesen Dienst auch eine andere Vergabeform möglich ist. AVS und CAI sind zwei Organisationen, die ohne Gewinnabsichten operieren und folglich kann eine Konzession mit solchen Vereinen nicht als kommerzielle Tätigkeit angesehen werden. Umso mehr, als Schutzhütten ja auch einen Zivilschutzcharakter haben und für die Rettungskräfte zur Verfügung stehen.

Den Vorwurf, dass wir erst jetzt unsere Bedenken geäußert haben, weisen wir ganz entschieden zurück und die für das Verfahren Verantwortlichen müssen sich schon die Frage gefallen lassen, ob sie überhaupt innerhalb der Landesverwaltung kommunizieren oder nicht. Bei mehreren Aussprachen mit dem Landeshauptmann und dem Landesrat für Vermögen haben wir stets auf diese Probleme aufmerksam gemacht; wir sind mit dem Versprechen entlassen worden, man werde unsere Bedenken berücksichtigen.

Zudem haben wir bereits 2013 der damaligen Landesregierung ein mehrseitiges Führungskonzept vorgelegt, in dem wir unsere Jahrzehnte lange Erfahrung im Schutzhüttenbereich aufgelistet haben und nach welchem sich auch die Ausschreibung hätte orientieren können. Wir bezweifeln sehr stark, dass irgendjemand der Verantwortlichen sich dieses Schriftstück einmal durchgelesen hat, sonst hätte es sicher nicht zu dieser Art von Ausschreibung geführt.

Zum Schluss noch ein Wort zum Ehrenamt: CAI und AVS haben immer sehr großen Wert auf den Einsatz des Ehrenamtes gelegt!
  • Wir würden für jede Hütte ehrenamtliche Betreuer (Hüttenwarte) vor Ort haben – das Land muss dafür Beamte abstellen;
  • wir würden unser Know-how im Hüttenwesen gratis zur Verfügung stellen – das Land muss dafür Freiberufler bezahlen;
  • wir würden die anfallenden Arbeiten auf den Hütten ehrenamtlich koordinieren – das Land muss dafür Beamte oder Freiberufler anstellen und bezahlen.
Trotz allem sind wir nach wie vor bereit, die Führung der Schutzhütten im Landesbesitz nach den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wie ehem. zwischen CAI und Staat zu übernehmen und unseren ehrenamtlichen Einsatz zu leisten. Diese Schutzhütten sind für uns ein kulturelles und historisches Erbe.

CAI – Alto Adige, Giuseppe Broggi, Präsident
Alpenverein Südtirol, Georg Simeoni, Präsident
  
N.B.: Seit bald 150 Jahren befassen sich die Alpenvereine mit dem Hüttenbau, haben Wege gebaut und die Gebirge auch für den Tourismus erschlossen. Allein in Südtirol sind rund 70.000 Mitglieder eingeschrieben – Tendenz steigend! Wir führen 25 Schutzhütten im Eigentum und wer wissen möchte, wie wir unsere Hütte führen, kann unsere Hüttenwirte selbst befragen. Eine Umfrage bei den Hüttenwirten des Landes wäre allemal interessant.




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Luis Vonmetz
ehem. Erster Vorsitzender des AVS
Oft frage ich mich, was wäre anders, was würde fehlen in unseren Tälern, Dörfern und Städten, wenn es den Alpenverein nicht gäbe. Die Antwort kann wohl nur sein, dass alle ärmer wären....
 


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