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Das Dorf Margreid

Das Dorf Margreid
 
 
Wenn wir der Weinstraße entlang gegen Süden fahren, senkt sie sich nach Kurtatsch wieder sanft zur Talsohle. Rechter Hand liegt der Kurtatscher Weiler Entiklar. Wir fahren weiter, denn unser Ziel ist Margreid (Meereshöhe 243 m), wo wir etwas länger verweilen.
Kurz vor der Dorfeinfahrt kommen wir am sagenumwobenen Regenstein, ein das ganze Jahr hindurch tropfender Felsvorsprung, vorbei. Ein besonderes Naturschauspiel bietet er im Winter mit den wuchtigen meterlangen Eiszapfen, in welchen sich die Sonne in allen Regenbogenfarben spiegelt.

Wohl kein Südtiroler Dorf vergleichbarer Größenordnung überrascht uns mit einer ähnlichen baulichen Ausstrahlung wie Margreid. Wer einmal einen Rundgang durch das Dorf gemacht hat, kann bestätigen, dass die Aussage "das Dorf der schönen Torbogen" gerechtfertigt ist. Auf den Grundmauern ernster deutscher Gotik haben hier vom Süden geprägte Baumeister späterer Jahrhunderte beschwingte Renaissance und heiteren Barock gepflanzt. Der Südtiroler
Kunstkenner Probst Weingartner schreibt,

"dass Margreid unbedingt zu den eigenartigsten Dorfbildern gehört, die in Südtirol zu finden sind. Steingerahmte Portale, gekuppelte Rundbogenfenster, Freitreppen, - einmal mit einer zierlichen Loggia - viele und sehr schöne Fenstergitter bestimmen seinen Charakter. Da und dort begegnet man aber auch noch Erkern, und vermutlich ist auch das unregelmäßige Aus- und Einspringen vieler Hausfassaden noch ein Überbleibsel aus der gotischen Zeit. Deutlich sieht man es den Häusern an, dass viele von ihnen in herrschaftlichem Besitz standen, und mehr als einmal prangt ein gemaltes oder gemeißeltes Wappen an der Fassade oder über dem Hoftor."

Traktor und Landwirtschaftsgerät hinter wappengeschmückten Torbögen zeigen freilich, dass das Kommen und Gehen bäuerlicher Generationen längst die Stelle der verblichenen Adelsherrlichkeit eingenommen hat und heute das ruhig dahinfließende Dorfleben prägt. Eine besonders günstige Zeit für einen Entdeckungsbummel ist der Spätherbst, wenn die Leute nach der Erntehast wieder mehr Zeit füreinander haben und der Geruch des jungen gärenden Weines überall in den engen Dorfgassen schwebt. In Margreid sind die andernorts zumeist ausgesiedelten Weinkellereien im Ortskern verblieben, und schwerbeladene Traubenfuhren rollen im Herbst durch die Gassen. Schon der Landestopograph J. J. Staffler beobachtete 1846, "dass der Wein in dieser Gegend in einer vorzüglichen Güte gedeiht, weil der Sonnen-Reflex von den abwärts ziehenden Felswänden die vollkommenere Zeitigung der Traube ungemein befördert."

Angenehm überrascht der Anblick des Dorfplatzes. Unwillkürlich fällt dem Betrachter das Lied ein "Am Brunnen vor dem Tore, da steht ein Lindenbaum. Ich träumt' in seinem Schatten gar manchen süßen Traum".

Die südwestliche Kulisse des Dorfplatzes bildet der turmgekrönte Ansitz Hirschprunn. Er beeindruckt durch seine repräsentative Innenausstattung: Barockfresken, reichverzierte Holz- und Stuckdecken, Kapitelle, Wappen, Marmorkamine und Majolikaöfen zeugen von Geschmack und Wohlhabenheit der einstigen Besitzer.

Das Dorf Margreid
 
 
Das Dorf Margreid
 
 
Das Dorf Margreid
 
 

 



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