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ALPINIST: Kletterfahrt Oman Gruppe 2

ALPINIST: Kletterfahrt Oman Gruppe 2
 
 
ALPINIST: Kletterfahrt Oman Gruppe 2
 
 
Unser Abenteuer in das Sultanat Oman begann nicht etwa am Flughafen in Venedig oder in der Hauptstadt Muscat. Das Ganze startete bereits viel früher, für die Meisten von uns, als sie von dem Projekt für Junge Alpinisten hörten, deren nächstes Reiseziel eine Kletterfahrt nach Oman war. 

Falls sie, liebe Leser/innen sich zum ersten Mal fragen wo Oman eigentlich liegt, keine Sorge, einigen von uns ging es ähnlich. Oman liegt im Südosten der arabischen Halbinsel und ist bekannt für seine Vielfalt von beeindruckender Landschaft bis zu einzigartiger orientalischer Tradition. Finanziell unterstützt wurde dieses Projekt durch den AVS und diverse Sponsoren. 
Für mich war die Anmeldung ehrlichgesagt eine Überwindung. Es ging immerhin ums Alpinklettern und für jemanden der immer nur Sportklettern war, ist dies eine große Sache. Allerdings entstand das Projekt genau aus diesem Grund. Um Kletterer mit wenig bis keiner alpiner Erfahrung die Möglichkeit zu bieten, neue Kenntnisse zu erlernen und Erfahrungen zu sammeln. Da sich so viele begeisterte junge Kletterer meldeten, entstanden sogar zwei Gruppen, die nacheinander in den Oman reisten.
 
 
Um uns bestmöglich auf unser bevorstehendes Abenteuer vorzubereiten, wurden drei Vorbereitungstreffen organisiert. Die ersten beiden Treffen dienten dazu, um uns „Neulingen“ mit alpinen Klettertechniken bekannt zu machen und uns erstmals als Gruppe besser kennenzulernen. Einige von uns waren bereits erfahren und somit konnten wir uns gegenseitig weiterhelfen. Unser Trupp war so vielseitig, dass wir zusammen wunderbar harmonierten und uns ergänzten. Das dritte Treffen war ein Erste-Hilfe-Kurs, speziell auf alpine Notlagen bezogen. Dank dieser Treffen fühlte auch ich mich der bevorstehenden Herausforderung gewachsen und die Begeisterung am Alpinklettern war auf jeden Fall bereits geweckt. 
 
 
Richtig los ging es dann am 19.02.2020: von Venedig, über Istanbul und dann weiter nach Muscat, der Hauptstadt Omans. Dort empfingen uns unsere beiden Bergführer, Martin Dejori und Alex Walpoth, die bereits die Woche zuvor mit der ersten Gruppe im Oman waren. Wir liehen drei Jeeps aus und beschlossen am Strand zu übernachten. Dies stellte kein Problem dar, da es in Oman überall erlaubt ist wild zu campen und die Menschen dort unglaublich gastfreundlich sind.
 
 
Die ersten beiden Tage gingen wir Sportklettern im Wadi Mistal. Unter einem Wadi versteht man ein Tal, das häufig erst nach starken oder länger anhaltenden Regenfällen vorübergehend Wasser führt.  Am dritten Tag fuhren wir weiter in die Nähe des „Snake Canyons“. Dort hielten wir uns die nächsten drei Tage auf. Fünf Minuten zu Fuß von unserem Zeltlager entfernt, führt eine Schlucht zum naheliegenden Dorf „Balid Sayt“. In dieser Schlucht, auch bekannt als „Snake Georgette“, befinden sich mehrere Mehrseillängen und Sportklettertouren. Felix und Patrick, zwei unserer Gruppenmitglieder, bohrten dort eine Sportkletterroute ein: L’abbondanza, 7C, erstbegangen von Felix. 
 
 
Auch Florian und Hannes eröffnete zwei neue Touren, diese allerdings trad und alles clean bis auf den Umlenker: Falafel, 6B erstbegangen von Florian sowie Sahut’s Project, 7C, erstbegangen von Hannes. 
 
 
Im Snake Georgette trafen wir einen Kletterer vom nahegelegenen Dorf, der einige von uns zum Tee und Datteln-essen zu sich nach Hause einlud. Generell waren wir überrascht von der Freundlichkeit, mit der uns Einheimische begrüßten. Bei fast jedem Dorf, in dem wir jemanden kennenlernten, wurden wir mit Datteln beschenkt. Außerdem hatten wir so die Möglichkeit mehr über die omanische Kultur zu erfahren. 
 
 
Was natürlich nicht fehlen durfte war das Canyoning im Snake Canyon. Von abseilen über Wasserfällen bis hin zu fünf Meter hohen Sprüngen und natürlichen Wasserrutschen. Alles war dabei. Um ohne Neoprenanzug nicht auszukühlen meisterten wir den Canyon in Rekordgeschwindigkeit. Am Ende musste allerdings der ein oder andere Schuh daran glauben. Auch der Name des Canyons wurde uns bestätigt, als wir zwei Wasserschlangen erblickten. 
Was unsere Nachtlager betrifft ist zu sagen, dass wir entweder unsere Zelte aufschlugen oder unter freiem Himmel übernachteten. Die Temperaturen fühlten sich für uns sommerlich warm an, obwohl Februar die kälteste Jahreszeit in Oman ist. Am Abend haben wir meistens gemeinsam gekocht und sind danach noch am Lagerfeuer beisammen gesessen. Das eine oder andere Mal kamen wir aber auch in den Genuss des traditionellen Essens. 
Unsere ersten alpinen Erfahrungen machten wir am siebten Tag, am Jabal Kawr. Einige Routen waren komplett clean, in anderen erblickte man ab und zu sogar einen Nagel. 
 
 
Am selben Tag noch starteten wir weiter zu der beeindruckenden Al Kumeira Wall. Am nächsten Tag standen uns Touren mit über 500 Metern bevor. Für einige von uns war es das erste Mal so vielen Seillängen einzusteigen. Am Ende des Tages waren wir uns aber einig: Der Fels ist unglaublich gut. Unzählige Möglichkeiten sich abzusichern und Stände zu bauen. Patrick, Florian und Martin eröffneten sogar eine neue Variante der Tour „Fortune Teller“ von Simon Messner. Ihre Variante heißt "Kaffeer", im VII Schwierigkeitsgrad. Der Name kommt von einem Käfer, den wir beim morgendlichen Kaffee aus Versehen mitgekocht haben. 
 
 
Am neunten Tag unserer Reise beschlossen wir nach acht Klettertagen, einen Rasttag einzulegen. Unser nächstes Ziel war die Wüste Al Wahiba. Dort lernten wir Omanis aus Muscat kennen, die uns bei ihrem Beduinencamp zum Abendessen einluden.



Dabei blieb es aber nicht, da sie uns auch noch anboten bei ihnen zu übernachten. Am nächsten Morgen halfen wir ihnen, einen in Wüstensand versunkenen Jeep auszugraben.
 
 
Als Highlight nahmen sie uns noch zum sagenhaften Dunedriving mit. 
Am letzten Tag mieteten wir zwei Boote in der Nähe von Muscat, zum Deep-Water-Soloing.
 
 
Um unsere Reise ausklingen zu lassen besuchten wir anschließend einen traditionellen Markt, wo wir orientalische Gewürze und sonstige Mitbringsel besorgten. 
Am Ende waren wir und einig: Diese zehn Tage kann man nicht so leicht toppen. Voller Aufregung sind wir diese Reise angetreten und mit einzigartigen Geschichten zum Erzählen zurückgekehrt. Wir sind zusammengewachsen durch gemeinsame Abenteuer und immer noch überwältigt von unseren Erlebnissen. Ich möchte mich bei all jenen bedanken, die dieses Projekt ermöglicht haben es zu einer unvergesslichen Erfahrung gemacht haben. 
 




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Hubert, 49 Jahre
In der heutigen schnelllebigen Zeit, wo es oft nur um Geld und Leistung geht, schätze ich gerade ein gutes Vereinsleben. Ein Verein sollte niemals als Selbstverständlichkeit angesehen werden, sondern man sollte jeden Verein in seiner Art schätzen und unterstützen. Was wäre ein Dorf ohne Vereine? Ich selbst unterstütze den AVS, weil ich dort meine Interessen wahrnehmen kann!...
 


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