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Tourenbericht 1 - Mont Blanc Überschreitung mit Ski

Tourenbericht 1 - Mont Blanc Überschreitung mit Ski
 
 
Der Mont Blanc ist mit seinen 4810 Metern der höchste Berg Westeuropas und ein Traumziel für jeden Bergsteiger. Entsprechend groß
war für unsere zehnköpfige Truppe auch die Aufregung beim Start am Samstag den
31.Mai 2014.
Und plötzlich stand er da - der Mont Blanc!

 

Naturspektakel nach Einwärmtour
Gegen 9:30 Uhr begaben wir uns mit der Seilbahn von La Palud aus (in unmittelbarer Nähe zum Mont-Blanc-Tunnel) direkt in die mächtige Gletscherwelt auf die Pointe Hellbronner, wo sich auch der Rifugio Torino befindet (3375m). Wir konnten es kaum erwarten, unsere Skier anzuschnallen.Vorerst mussten wir aber noch einen kurzen Fußweg auf die nächste Anhöhe hinter uns bringen. Hier tat sich der riesige mit unzähligen Spalten versehene Glacier du Géant auf, der neben weiteren Gletschern das 
Mer de Glace mit seinen beeindruckenden Jahresringen speist. Wir fuhren auf 3100m ab und näherten uns dabei den mächtigen Granit-Wänden östlich des Mont Blanc 
du Tacul, wo sich berühmte Kletterrouten wie jene über den Teufelsgrat oder auf den Grand Capucin befinden. Wir legten die Felle an die Skier und stiegen bei sengender Hitze zum Refuge des Cosmiques (3613m) auf, unserem Übernachtungsquartier. 
Da der Nachmittag gerade erst angebrochen, ließen es ich sieben von uns nicht nehmen, noch eine „Einwärmtour“ zu unternehmen. Ziel war der Mont Blanc du Tacul (4248m) und zwar über die bis zu 55-65° steile und 700 Meter hohe Contamine-Grisolle-Nordwand. Nach diesem Adrenalin-freisetzenden Anstieg freuten wir uns, mit den Skiern abfahren zu können, um uns dann das Abendessen auf der Cosmiques-Hütte zu gönnen. Als Krönung des Abends bot sich uns ein Naturspektakel, das wir in dieser Form nur selten zu sehen bekommen haben: weit hinten am Horizont, über den tief im Tal liegenden Wolken, senkte sich die herrlich rötlich schimmernde Sonne und warf ihr letztes Licht auf die zerklüfteten Gletscher des Mont-Blanc-Massivs. Mit diesen schönen Bildern im Kopf begaben wir uns ins Bettenlager, denn um 1 Uhr morgens hieß es wieder aufstehen. 
Beeindruckende Gletscherwelt
Sobald wir gefrühstückt und sämtlichen Vorbereitungen getroffen hatten, gings um 2 Uhr im Stirnlampenlicht los.Hinab zum Col du Midi 3.532m,es folgten etlichen Spitzkehren und nach Überwindung eines Gletscherbruches durchstiegen wir die Nordwest-Flanke des  Mount Blanc du Tacul.Nachdem wir ein kurzes Stück abgefahren waren erblickten wir im schwachen Licht der Morgendämmerung die Nordflanke des Mont Maudit, an dessen Basis wir mit etwas Unbehagen unter riesigen Seracs queren mussten. Nun wurden die Skier erstmals geschultert, denn eine mächtige Wand aus Schnee und Eis stand vor uns, die mit Steigeisen und Pickel durchstiegen werden musste. Danach ging es stufenartig weiter und in mitten der 45-50° steilen Flanke wurde es allmählich heller und plötzlich blitzte die Sonne zwischen dem Mont Blanc du Tacul und dem weit entfernt liegenden Weißhorn hervor. Beeindruckt von dieser unwirklich erscheinenden Landschaft stapften wir auf den Gipfel des Mont Maudit 4.465m, wo kalter Wind auffrischte.Anschließend fuhren wir nochmals ab, dann wurden die Steigeisen erneut angelegt um den letzten „Hügel“, den Col de la Brenva, 4303m, kurz vor dem Mont Blanc zu überwinden. Die letzten 500 Höhenmeter zum Ziel der Ziele waren aufgrund der Höhe, der schon zur Neige gehenden Energiereserven und nicht zuletzt wegen des eisigen Windes im Nacken nur noch ein langsames Tempo möglich. Etwas müde, aber mit einem herrlichen Gefühl der Genugtuung, erreichten wir die breite Firnhaube des Monarchen. Nach dem Gipfelfoto fuhren wir wegen der frostigen Verhältnisse bald nördlich in Richtung Chamonix über den Bossons Gletscher ab, dessen Zunge, wie nirgendwo vergleichbar in den Alpen, bis Quote 1400 hinunter reicht. Hier schienen uns die Respekt einflößenden Seracs und Gletscherbrüche noch viel größer zu sein. An vielen Stellen waren sogar frisch abgegangene Eislawinen zu erkennen. Zügig mussten wir zweimal eine solche überqueren, allerdings mit einem mulmigen Gefühl im Bauch. Ab 3500 Meter wurde es endlich wieder wärmer und wir genossen die Abfahrt auf firniger Unterlage. Unterhalb der Mulet Hütte 3.050m mussten wir in Richtung Osten weiter fahren um die Mittelstation der Auigille du Midi–Seilbahn auf 2200m zu erreichen. Nach Querung des stark zerklüfteten Geltschers und der langen Hängen am Fuße der Auigille du Midi erreichten wir diese endlich und blickten zufrieden zurück.
In Chamonix genossen wir noch einen Kaffee und ließen das Erlebte Revue passieren.
Schließlich fuhren wir mit dem Taxi durch den Mont Blanc Tunnel zurück nach Chourmayeur und traten am 1. Juni 2014 die Heimreise an. 

Text: Volgger Dorothea u.Martin Taschler
Video: Martin Taschler




 

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Ivone Stimpfl
Schriftführerin Ortsstelle Leifers
Habe auf Einladung von Freunden an Veranstaltungen und Wanderungen des AVS teilgenommen. Das gute Verhältnis, die nette Aufnahme und die stets freundliche Runde haben mich dazu bewogen Mitglied zu werden. Die Natur im Kreise von netten Menschen zu genießen ist sehr schön und entspannend. Ich kann jedem raten es einmal zu versuchen und ich bin sicher, er wird es nicht bereuen. Schade, dass ich nicht schon früher AVS-Mitglied war....
 


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