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Gletscher im Ausverkauf: Ötztal-Pitztal

Gletscher im Ausverkauf: Ötztal-Pitztal
 
 
30.10.2019 -
Die beiden Gletscherskigebiete Sölden und Pitztaler Gletscher wollen sich verbinden. Dafür sollen 90 Fußballfelder Gletscherlandschaft zu Skipisten eingeebnet werden. Gleichzeitig schmelzen uns die Gletscher unter den Füßen weg. Fordern auch wir von der Tiroler Landesregierung den sofortigen Stopp des Projekts! Unterzeichnet mit uns die Petition.

Eine unbegreifliche Dimension nehmen die Pläne der beiden Nordtiroler Skigebiete Sölden und Pitztal allein auf der Alpenvereinskarte flächenmäßig betrachtet ein. Ein Mega-Projekt. 120 Mio. Euro Investitionsvolumen bringen die Skigebiete in die „Gletscherehe“ mit. Dafür erträumen sie sich 64 ha Pistenfläche. Das sind 90 Fußballfelder Gletscherlandschaft, eingeebnet zu Skipisten. Der Appetit nach Flächen für das Skivergnügen der Superlative ist nun auch schon in dieser Höhe angelangt: bei den weiten noch unberührten Gletscherflächen der Ötztaler Alpen. Von einem „Zusammenschluss“ kann hier wahrlich nicht gesprochen werden. Es ist eine Neuerschließung, der Griff nach einem komplett neuen Gletscherskigebiet im Herzen der Alpen.

Mega-Projekt mit Mega-Zahlen
Mit 3 Gondelbahnen (5 Sektionen) ausgehend von Mittelberg/Pitztal und einem gemeinsamen Seilbahnzentrum unterhalb der Braunschweiger Hütte (DAV) sollen das Gebiet rund um den Linken Fernerkogl (3.277 m) erschlossen werden. 64 ha Pistenfläche auf Karles-, Hangenden- und Mittelbergferner, inkl. Speicherteich und Beschneiungsanlage. Die Verbindung mit Sölden/Ötztal soll über einen mehr als 600 m langen Skitunnel erfolgen. Wie brachial die Pläne sind zeigt allein die geplante Schleifung eines Teilgipfels des Linken Fernerkogls um 40 Höhenmeter = 120.000 m³. Für die Errichtung von neuen Betriebsgebäuden müssten 1,6 ha Gletschereis abgetragen werden.

Was steht auf dem Spiel?
  • Totalverlust einer naturnahen hochalpinen Landschaft durch technische Überformung
  • Verlust wichtiger alpiner Lebensräume
  • Abwertung (Ski-)Tourengebiet und Hüttenstützpunkt Braunschweiger Hütte
  • Spekulative Pläne zerstören Gletscher im Zeitalter des Klimawandels
  • Extreme Verkehrsbelastung durch das größte „Gletscher-Skigebiet Europas“
  • Verlierer Sommertourismus
Schulterschluss für „Unsere Gletscher“
Die Gletscher schmelzen uns unter den Füßen weg. Laut Prognosen wird die Hälfte der Gletscherflächen am Mittelbergferner verschwunden sein, bis 2050 wird sich die Schneedeckendauer in dieser Höhenlage um mehrere Wochen verkürzen. Die Gletscher spielen eine essenzielle Rolle im Wasserhaushalt alpiner Regionen, sind Wasserspeicher und einzigartige Naturschätze. Sie gehören der Allgemeinheit und nicht einigen wenigen finanzstarken Investoren. In Tirol hat sich der Widerstand schön längst formiert. ÖAV, WWF Österreich und die Naturfreunde Österreich fordern in einer Allianz für die Seele der Alpen den Stopp für das Mega-Projekt. Zum Projekt läuft derzeit in Tirol die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP). DAV und ÖAV haben eine gemeinsame Stellungnahme zum Projekt beim Amt der Tiroler Landesregierung abgegeben. Noch fehlen zwei amtliche Gutachten bis zur Abhaltung der mündlichen UVP-Verhandlung.

Der AVS stellt sich in der gemeinsamen Kampagne #unserealpen an die Seite von ÖAV und DAV und appelliert an die Politik zukunftsverträgliche Entscheidungen zu treffen. So wie auch in der unendlichen Geschichte der Verbindung Langtaufers-Kaunertal.

Klimaschutz ist Gletscherschutz
Jeder kann #aufstehn. Etwas tun. Unterzeichnet die laufende Petition der Bürgerinitiative Feldring "Nein zur Gletscherverbauung Pitztal-Ötztal! - Hände weg von unseren Gletschern!". Helft mit, die Tiroler Landesregierung zum sofortigen Stopp des Projekts aufzufordern.

Bilder:
Bild 1: Dieser geplante Abtrag eines Berggipfels zeigt die Absurdität des Mega-Projektes. (c)Allianz für die Seele der Alpen
Bild 2: Die geplante Gletscherverbauung zwischen den Skigebieten Sölden und Pitztaler Gletscher. (c) WWF

Gletscher im Ausverkauf: Ötztal-Pitztal
 
 
Gletscher im Ausverkauf: Ötztal-Pitztal
 
 

 



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Roland Gruber
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Was mir am AVS besonders gefällt, ist die Tatsache, dass er einer der wenigen (wenn nicht der einzige) mir bekannte Verein ist, in dem vom Kleinkind bis zum Senior jeder etwas findet, das ihm und seinen Interessen entspricht. Beim letzten Kletterausflug des AVS St. Leonhard haben wir sage und schreibe 4 Generationen gezählt!...
 


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