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AVS ist für das Melagtal - #einfachschön

AVS ist für das Melagtal - #einfachschön
 
 
Eine unendliche Geschichte: die geplante Verbindung vom Gletscherskigebiet Kauntertaler Gletscher mit dem Melagtal/Langtaufers. 2019 steht die Entscheidung der Landesregierung an. Der AVS, die benachbarten alpinen Vereine und andere Naturschutzorganisationen sind sich einig: das Melagtal soll so bleiben wie es ist #einfachschön!

Die unendliche Geschichte
Die Pläne sind alles andere als neu. Aber seit 2016 versucht die Oberländer Gletscherbahn AG erneut, die Skizone Langtaufers mit dem Gletscherskigebiet Kaunertaler Gletscher am Gepatschferner (Österreich) zu verbinden. Geplant sind neben einer Umlaufbahn zum Weißseejoch samt Stationsgebäuden, eine Piste zum Weißseejoch (15 ha), ein Speicherbecken, Beschneiungslanzen, Lawinenverbauungen und zusätzliche Infrastrukturen wie Parkplätze und Servicegebäude. Tatsächlich handelt es sich dabei um eine komplette Neuerschließung bzw. um ein komplett neues Skigebiet in Langtaufers. Vom alten Lift in Langtaufers zeugen schon lange nur noch verrostete Liftstützen. Die Anbindung soll über das kaum erschlossene Melagtal, einem Seitental des Langtauferer Tales, erfolgen. Auf österreichischer Seite ist derzeit noch kein skitechnischer Anschluss zum Weißseejoch vorhanden.

AVS ist für das Melagtal - #einfachschön
Für den AVS stellt die Erschließung neuer Räume im Hochgebirge einen Tabubruch dar. Im Melagtal rechnet er mit erheblichen Umweltauswirkungen auf eine Vielzahl von Lebensräumen in einer Höhenlage von 1.920 bis 3.100 Metern und mit der Zerschneidung der Brutgebiete und Lebensräume von gefährdeten Arten wie dem Schnee- und Steinhuhn. Diese Kritikpunkte hatte der AVS bereits 2016 bei der Gemeinde Graun in einer Stellungnahme zur Machbarkeitsstudie deponiert.

Juristische Winkelzüge
2017 hatte der Umweltbeirat den Gesamteingriff zweimal einstimmig negativ beurteilt, weil er massive Eingriffe in eine landschaftlich und naturkundlich hochsensible Geländekammer zur Folge hätte und den Charakter der unerschlossenen hochalpinen Bereiche erheblich und dauerhaft verändern würde. Die Oberländer Gletscherbahn AG hatte noch versucht eine positive Beurteilung zu erreichen, indem sie die ursprünglich angesuchte Pistenvariante vom Karlesjoch zurückzog und auf die Pistenvariante vom Weißseejoch setzte. Aber ohne Erfolg. Im Dezember 2017 lehnte die Landesregierung unter Berücksichtigung des Gutachtens des Umweltbeirates die Machbarkeitsstudie ab. Der Paukenschlag folgte 2018: Die Oberländer Gletscherbahn AG reichte beim Bozner Verwaltungsgericht einen Rekurs ein und forderte das Land Südtirol auf, seinen Beschluss aufgrund von Rechtsmängeln im Selbstschutzweg zurückzuziehen: AVS-Präsident Georg Simeoni, der langjähriger Umweltvertreter im Umweltbeirat ist, wurde ein Interessenskonflikt vorgeworfen. Er habe als AVS-Präsident einerseits Kenntnis vom 2016 bei der Gemeinde Graun hinterlegten schriftlichen Einwand gegen die Machbarkeitsstudie gehabt und andererseits habe er in seiner Eigenschaft als externer Sachverständiger auf dem Gebiet des Natur- und Umweltschutzes diesen Einwand in der Sitzung des Umweltbeirates bewertet. Er hätte sich für befangen erklären und nicht mitstimmen dürfen. Schließlich musste das Verfahren dadurch neu aufgerollt werden und der Umweltbeirat eine Neubewertung der Umweltauswirkungen abgeben. Wenig überraschend verfasste dieser wiederum – zum dritten Mal – ein einstimmig negatives Gutachten – dieses Mal sogar ohne die Umweltvertreter, die sich aufgrund von Befangenheit rechtzeitig selbst jeglicher Angriffsmöglichkeit entzogen hatten. Nun heißt es wieder warten bis die Landesregierung ihren Beschluss fasst. 2019 kommt der Streitfall Skiverbindung Langtaufers-Kaunertal wohl erneut aufs Parkett.

Gemeinsam sind wir stark
Die Alpenvereine appellieren grenzübergreifend zusammen mit dem Dachverband für Natur- und Umweltschutz, dem Heimatpflegeverband und der Umweltschutzgruppe Vinschgau erneut an die Südtiroler Landesregierung, die noch intakten Bereiche des Südtiroler Hochgebirges im Sinne der Alpenkonvention (Tourismusprotokoll) als Ruhezonen zu bewahren und auf intensivtouristische Erschließungen im Melagtal zu verzichten. Auch im Langtauferer Tal selbst gibt es Widerstand gegen das Vorhaben: 29 Stellungnahmen mit Einwänden wurden in der Gemeinde Graun deponiert.

Foto: Melagtal im Winter © Judith Egger

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Christine, 58 Jahre
Ich war einmal in Bergnot, wo mir der BRD geholfen hat. Seither bin ich Mitglied beim AVS!...
 


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